33. Arber Radmarathon – Regensburg, 30.07.2017

33. Arber Radmarathon – Regensburg, 30.07.2017Nach 7 Jahren hatten Anne und ich uns mal wieder den Arber Radmarathon im Bayerischen Wald mit Start und Ziel in Regensburg vorgenommen. Nicht anders als gewohnt sollte es die große Runde mit 242 km und 3.700 Hm werden.
Ohne Zeitmessung und ohne Treppchen standen für uns die Lust am Radfahren und das Erreichen des Ziels im Vordergrund. War es doch auch für Anne seit 7 Jahren das erste Mal wieder über 200 km. Und die Rechnung ging auf: bei schönsten Sommerwetter fuhren wir ca. 10,5 h (inkl. Pausen) gemeinsam durch die Hügel und Berge des Bayerischen Waldes.
Höhepunkte der Strecke waren Brennes mit 1.050 m NHN und Bretterschachten mit 1.130 m NHN. Auf dem Weg zum Bretterschachten Pfeile auf der Straße und ganz oben die Doppelbergwertung der Elbspitze, die spätestens seit diesem Jahr doch einigen ein Begriff sein dürfte.

Trotzdem RTF Heidenau 2015

2015 heidenauDer Entschluss, trotz Absage eine Best-of-RTF-Heidenau Runde zu fahren, stand bei Lutz und mir schnell fest. Martin war mit dabei und konnte am Vorabend sogar noch Johnny mobilisieren. Am „alten Start“ 9:00 Turnhalle Heidenau waren Mary und Frank vom DSC auch da und hatten für Breitenau sogar eine Kuchenverpflegung organisiert. Da die beiden eine linkselbische Variante fuhren haben wir vier uns separat auf den Weg gemacht. Die Route in Anlehnung an die schönsten Streckenabschnitte beinhaltete bei uns: Heidenau – Hohnstein – Sebnitz – Hinterhermsdorf – Kirnitzschtal – Bad Schandau – Cunnersdorf – Rosenthal – BREITENAU :) – Bahretal – Heidenau. Wir hatten wieder viel Spaß am gemeinsamen Radeln, Zeit zum Schwatzen, konnten die spätsommerliche Landschaft noch mal richtig vor dem ersten Herbstwetter genießen. Leider gab es unterwegs keinen zünftigen Pflaumenbaum, so dass ein offizieller Lebensmittelmarkt dran glauben musste.

… Test, Test, das ist ein Test …

2015 testtestMit diesem Gefühl wachte ich am Sonntag in Schleiz auf, nein, wurde um 6 Uhr geweckt. Vom Lutz, der mir liebevoll die Haare wuschelte, wofür er wieder mal nur ein Knurren erhielt. Dass die ganze Tagesunternehmung nur ein Test sei, fiel mir gleich nach dem Haaregewuscheltbekommen ein: Nimm das Ganze nicht so ernst, dann klappt’s schon irgendwie. Denn als mittlerweile Flachlandradler ist der Respekt vor den Anstiegen und Abfahrten mächtig gewachsen. Und wo geht’s nun hin: 6:33 und mit 1L Zwangsgetränk im Magen saß ich mit Lutz im Auto – auf nach Großfriesen bei Plauen, auf ins Vogtland zum

16. VOGTLANDMARATHON [1], auf zum Fichtelberg!!!

…den ich  das letzte Mal zu Fuß erklommen hatte. Fast 4 Jahre her, eine Schande!

Die Randbedingungen dieses liebvoll organisierten Radmarathons kannten wir noch vom letzten Jahr, wo wir den Fichtelberg ausließen. Und wir freuten uns dieses Jahr während der Starvorbereitung noch ein Picardellics-Trikot zu entdecken, in dem dann mit Uwe W. auch noch ein alter Bekannter steckte. Gemeinsam sind wir recht gemütlich und schwatzend bis zur Streckenteilung geradelt, wo Uwe in die 74-km-Runde einbog, während wir die längere Runde weiter radelten.

Ziel war für mich persönlich, irgendwie zum Fichtelberg hinauf zu kommen, alles danach hatte ich ausgeblendet, weil ich dachte, das wird schon irgendwie. Lutz erklärte mir unterwegs, dass es seiner Zählung nach etwa acht ordentliche Anstiege geben würde, wovon er vor zweien selber Respekt hätte. Nach Mühlleiten hinauf – noch gemeinsam mit Uwe – war wohl der erste. Der ließ sich auch noch ganz schön fahren. Oben gab’s eine feine Labe mit den gleichen Helfern vom vergangenen Jahr. Zum Hefekloß [2] hinter Carlsfeld auf 1788 halbe Höhenmeter war der zweite größere Anstieg und für mich schon ziemlich anstrengend. Den freiwilligen Abstecher zum Auersberg ließen wir dieses Jahr bleiben. Übermut tut selten gut und es gab noch einige Täler zu queren.

+++ BREI-TE-NAU! +++

RTF HeidenauNa, wem sagt das was? Aber ich habe noch ein paar andere Schlagzeilen von der Samstagsrunde der 33. Heidenauer RTF gesammelt, die Lutz und ich bestritten haben:

+++ Picardellics-Ausfahrt? +++ Immerhin – Martin, Michi, Jens und Ludwig waren da, um zumindest auf 30 km Präsenz zu zeigen, denn am Sonntag steht für unsere Renner noch Rund um Sebnitz auf dem Plan. So waren Lutz und ich die einzigen, die sich für die 160er Runde zumindest angemeldet hatten.

+++ Wo ist Jonny! +++ Eigentlich wollte er mit dabei sein. Wir haben gemeinschaftlich noch bis fünf Minuten nach Start gewartet. Lutz und ich sind dann aber los, weil wir ja beizeiten die Großeltern wieder vom Kinderdienst ablösten wollten. An der erste Labe wurde klar: Es gibt noch Schokokuchenrandstücke - Jonny ist also auch nicht vor uns durch. Ist bestimmt was dazwischengekommen. Wir nehmen ihn in Gedanken mit!

15. Vogtland Radmarathon am 03.08.2014

Vogtland RadmarathonFür mich war es die dritte Auflage. Doch dieses Mal fuhr nun endlich, nachdem die Kinder pflegeleichter geworden sind und problemlos bei den Großeltern verbleiben können, meine Anne mit. Mit dazugeladen hatten wir auch noch Annes Bruder, sodass die radfahrende Familienbande komplett war. 

Dieses Jahr stand auch wieder mit der großen Runde (200 km, 3.200 Hm) der Fichtelberg auf dem Programm. Da für nachmittags allerdings unwetterartige Gewitter angesagt waren, setzten wir zugegebenermaßen gedanklich ein Fragezeichen hinter unseren Lieblingsberg. Und so gingen wir erst einmal an den Start in Großfriesen, um zu schauen was da auf uns zukommt.

Die bekannten Hügel „Schöneck“ und „Mühlleiten“ lagen wieder mit auf der Runde durchs schöne Vogtland/Westerzgebirge. Auf der anschließenden schönen Abfahrt im Tal der Zwickauer Mulde fehlte am entscheidenden Abzweig hoch nach Carlsfeld der Wegweiser, sodass wir für mich neues Terrain befuhren und an der Talsperre Eibenstock landeten. Die allgemeine Ortskenntnis im Gebiet half uns dann, mit etwas Mehrkilometern am nächsten Verpflegungspunkt den alten Streckenverlauf wieder aufzunehmen.

1. „Zweiländer-Marathon“

Am Samstag, den 14.06.2014 fand in Colmnitz die 36. RTF statt. Dieses Jahr das erste Mal aufgelegt: der Zweiländer-Radmarathon mit 215 gefahrenen Kilometern und 3.700 Hm. Start war 7:30 Uhr. Das Starterfeld war überschaubar. Die Temperaturen waren frisch und unterwegs sollten uns leichte Nieselschauer erwischen. Die Strecke führte hinüber zum Grenzübergang Bahratal/Petrovice, wobei auf dem Weg dorthin versucht wurde, soviel wie möglich Täler zu durchqueren und jeden erdenkbaren Hügel mitzunehmen (Reichstädt, Börnchen, Breitenau …). Von Petrovice ging es hinunter Richtung Telnice ins Böhmische Becken, um dann den Erzgebirgskamm Richtung Stürmer/Zinnwald von der steilen Seite aus zu erklimmen. Mit weiteren Hügeln auf der Strecke (an der Bobbahn vorbei, Donnerberg in Rehefeld) führten die letzten Kilometer dann schön bergab zurück nach Colmnitz, sodass hier auch der permanent andauernde Westwind nicht wirklich störte.

Alles in allem: eine schöne Strecke, schwere Beine und die Erkenntnis, dass Flachland-Trainingsrunden etwas anders sind, als Berge zu fahren.

Viele Grüße aus Leipzig

Lutz

14. Vogtland Radmarathon am 04.08.2013

Der 04. August, ein Datum der radsportlichen Großereignisse.
So zog es mich auch dieses Jahr wieder ins Vogtland zum Radmarathon. Über den Fichtelberg ging es dieses Mal nicht (was nicht heißt, dass es einfacher ist). Es wurde dafür noch eine Schleife in südöstliche Richtung gefahren. Der Radmarathon blieb damit mehr auf vogtländischem Terrain und wurde seinem Namen besser gerecht. Mit Start in Großfriesen, östlich von Plauen, führte die Strecke über Schöneck, Mühlleiten, Carlsfeld, Eibenstock, Schönheide, Oelsnitz, und Pirk über 218 km und 3.480 angegebenen Hm. An vier Verpflegungsständen mit schmackhaften Kuchen und Brötchen war man gut versorgt. Es hatte sich bereits letztes Jahr bewährt, eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start zu starten, um 18:00 Uhr wieder in Leipzig zu sein und mit der Familie zu Abend essen zu können. Aufgrund der im Vergleich zu 2012 etwas längeren Strecke sollte ich dieses Ziel nicht ganz erreichen. Alles andere war zufriedenstellend: die gesamte Streck quasi alleine gefahren, die zweite 200-km-Runde dieses Jahres geschafft, Landschaft genossen, Wetter, Organisation, Spaß an Rad und Berge fahren.

Prädikat: schön(,) anstrengend und empfehlenswert

Viele Grüße vom Lutz

 

23. Radtourenfahrt (RTF) "Rund um die Elsteraue" am Sonnabend, den 13. April 2013

Der Frühling macht sich langsam breit und ebenso langsam erwachen die RTF-Fahrer. Sehr langsam, wie es mir am Samstag in Zwenkau zur 23. RTF "Rund um die Elsteraue" schien. Wo zumindest vor 2 Jahren noch ein nicht zu übersehender Fahrerpulk am Start stand, begaben sich zum Startzeitpunkt um 9:00 Uhr gerade mal 8 Fahrer auf die Tour. Später auf der Stecke und im Ziel wurden jedoch noch weitere Fahrer gesichtet, sodass sich die Mühen und das Engagement der Organisatoren doch gelohnt haben sollten.
Gerade einmal, dass die Jahresbilanz in diesem Monat 4stellig geworden ist, hatte ich mir die lange Runde vorgenommen. Zusammen mit An- und Abfahrt sollten es das erste Mal in diesem Jahr über 200 km werden. Und auch das erste Mal für diesem Jahr auf dem Rennrad. Also wurden die Erwartungen nicht hoch gesteckt. Ziel war Ankommen und die Freude am Fahren finden. Letzteres war nicht immer leicht, da ein straffer Wind ging, der, sobald er von vorn kam, zum unbequemen Wegbegleiter wurde. Da eine RTF aber eine "Rundfahrt" ist, kam der Wind auch oft genug von hintern, sodass die Quälereien fast kompensiert wurden.

13. Vogtland Radmarathon am 05.08.2012

Es gibt ihn doch noch, den Radmarathon auf den Fichtelberg. Organisiert vom Vogtländischen Radsportteam Plauen e.V. fand er dieses Jahr bereits in seiner 13. Auflage statt. Die lange Stecke führt mit knapp 200 km und ca. 3.000 Hm über Schöneck, Mühlleiten, Passhöhe Hefekloß bei Carlsfeld (offizielle Höhenangabe: 1788 halbe Meter), Auersberg, Breitenbrunn zum Fichtelberg und bis auf die letzten ca. 20 km auf der gleichen Strecke zurück. Mit vier Verpflegungsständen ist man gut versorgt. Die kurze Strecke (120 km) dreht bereits auf dem Auersberg um.

Von der Familie frei bekommen, wollte ich nun mal wieder nach Jahren auf den Fichtelberg. Ich entschied, mich eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start, der war um 8:00 Uhr, auf die Strecke zu begeben, wollte ich doch gegen 18:00 Uhr wieder in Leipzig sein. Ein straffes Ziel, war doch mein Trainingsstand miserabel und die geplante Streckenlänge betrug ungefähr meiner jeweiligen Kilometerleistung der beiden letzten Monate.

Doch es sollte alles gut werden. Das Vogtland und das Erzgebirge sind einfach nur gut für Augen, Leib und Seele, vor allem wenn man gewöhnlich gezwungen ist, dem Radfahren im Flachen etwas Schönes abzuringen. Die Anstiege zu den Höhepunkten der Strecke sind zum genießen da und einfach nur empfehlenswert. Da Wetter spielte auch recht gut mit: nach einer Stunde leichten Nieselregens sollte es gerade am Anstieg zum Fichtelberg mächtig warm werden, zu warm, aber es blieb im Gegensatz zur Wetterprognose bis auf die Morgenstunde trocken.

Am Ziel angekommen war ich total knülle und dennoch zufrieden. Die gesamte Streck quasi alleine gefahren und meine Ziele erreicht: Fichtelberg, Spaß am Radfahren und das pünktliche Abendbrot bei der Familie sollte ich auch noch schaffen. Das nächste Jahr bin ich vielleicht wieder mit dabei, dann ggf. wieder zusammen mit meiner Anne.

Viele Grüße vom Lutz

„3. THARANDTER FAHRRAD-XXL Marathon“ - 28. Mai 2011 in Hartha

Selbst wenn wir noch lange nicht die Form unserer erfolgreichen Jahre erreicht haben, nehmen wir doch hin und wieder einen Radmarathon in Angriff, um der Sehnsucht nach Radkilometern zu folgen und das bunte Starterfeld mit den weiß-blauen Trikots zu bereichern. So geschehen am 28. Mai in Hartha, quasi vor der Haustür. Vielen ist die Harthaer RTF mit dem Markenzeichen Augustusburg bekannt. Seit drei Jahren wartet der Veranstalter „Radteam Tharander Wald“ auch mit der Marathon-Distanz auf.


RTF in Zwenkau - "Rund um die Elsteraue", 16.04.2011

Den Kinderdienst für das Wochenende in Form von Oma und Opa hatten wir bereits im Februar bestellt, als die Termine für die Qualifikationstouren in Bennewitz für Paris-Brest-Paris feststanden, um dort dem Martin zumindest auf den ersten 10 der geplanten 300 km moralischen Beistand zu geben. Da es allerdings unsere ersten Rennradrunde in 2011 werden sollte und wir lieber zum abendlichen Kinderfüttern zu Hause sein wollten, entschieden wir uns, die RTF in Zwenkau in Angriff zu nehmen.

26. Arber Radmarathon - Regensburg

ImageWährend am 25. Juli die schnellen Helden der Straße in der Heimatstadt die Vereinsfahne hoch hielten, fuhren wir, Anne und Lutz, nach Regensburg zum Arber Radmarathon. Für die Anne unbekannt und für Lutz seit 10 Jahren nicht mehr besucht, war er dieses Jahr guter Anlass, sich mal wieder auf Rad zu setzen und Kilometer und Höhenmeter zu sammeln. Die große Runde sollte 241 km und 3.300 Hm haben. Untrainiert genug und mit einigen Kilos über dem Optimalgewicht waren wir vernünftig genug, die Freunde am Radfahren und das Erreichen des Ziels als Hauptanliegen der Tour zu definieren.

Radmarathon zwischen Saale und Orla

Image Noch ein Blick auf unsren kleinen Johannes geworfen, der sich kurz vor 6 Uhr morgens schon im Bett räkelt, den Staffelstab an die Großeltern übergeben und dann schwingen wir uns auf den Sattel - hinunter vom Basislager Schleiz zum Startort der „14. RTF zwischen Saale und Orla" nach Neustadt.

 

Auf zur Augustusburg

Image...hieß es mal wieder am 29. Mai 2010. Nun schon zum neunten Mal lud das "Radteam Tharandter Wald" zu einer sehr gut organisierten RTF mit verschiedenen Streckenlängen (40 km, 80 km, 125 km, 160 km, 205 km) vom Kurort Hartha aus ein.

RTF Harta

ImageVor zwei Jahren war es bei dieser RTF nasskalt und ich musste mich halb erfroren bei lieben Leuten einquartieren. Bis Lutz mich von dort abholte, hatte es auch angefangen zu schneien. Die Erinnerungen an damals waren mit unterwegs... (Siehe Bericht von Lutz W. 2006.)

Diesmal: Zu angenehmen Temperaturen hatten sich vier Picardellics (Dirkus, Martin, Lutz & Anne) am 24. Mai 2008 um 7 Uhr verabredet, um gen Hartha aufzubrechen. Und von dort „Zur Augustusburg und zurück“. Zumindest für drei von vieren - denn ich, mit kleinem Strampler im Bauch und gemütlichem Trekki unterwegs, würde mich mit weniger begnügen. Vorsorglich hatte ich Lektüre in der Gepäcktasche dabei, falls ich im Ziel dann noch auf die Langstreckenhelden zu warten hätte.

08.09.2007 Radrennen „Král Šumavy“

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Anne L.
Motivation

Vergangenes Jahr im September stand dieser Radmarathon, genannt die „Hölle des Ostens“, auch schon auf unserem Programm und es war klar, dass wir dieses Jahr wieder antreten würden. Von den drei Streckenlängen haben wir uns – logisch – wieder für die lange 250-Kilometer-Runde entschieden. Lutz immer mit dem Vorbehalt in die kürzeren Runden (200 km, 150 km) einzubiegen, falls die Knie Probleme machen sollten. Annes Motivation bestand darin, das Optimum aus Spaß beim Radeln und trotzdem schnell fahren zu finden. Aus der Starterliste ging hervor, dass von 250 gemeldeten Langstreckenradlern lediglich 5 Frauen waren. Darunter auch Hanna Ebertova, die dreimalige Siegerin dieses Rennens und erfolgreiche Glocknerman-, Round the Czech Republic-Absolventin, mit der wir nun dank wachsender Tschechisch-Kenntnisse auch ein wenig schwatzen können.

11.08.2007, Janov, 12 Stunden durchs Tschechische

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Anne
Am zweiten Augustwochenende war wie vergangenes Jahr wieder Rundenfahren im Isergebirge angesagt. Und so machten sich Martin, Anne L. und Lutz W. auf, um sich auf tschechischen Straßen mit den Radsportlern des Nachbarlandes zu messen und aber vor allem Spaß zu haben.
Start war früh um acht, und wer bis abends um acht die meisten Kilometer fuhr, hatte gewonnen. So einfach. Zur Auswahl standen eine kurze Runde mit 10,8 km und 210 Hm und eine lange Runde mit 20,3 km und 410 Hm.

Samsonman Radmarathon

LogoSchon lange geplant,
nämlich genau vor einem Jahr, als Lutz den Samsonman 2006 mit Bravur gemeistert hatte, war Annes erstes richtiges Radrennen in den Alpen. Mit den Erfahrungen vom damaligen Test am Katschberg (5km 15%) und dem Müsliman-Trainingslager in diesem Mai, traute ich mir die Teilnahme an diesem seit 1989 durchgeführten Radmarathon zu.  Leider hat mein Lutz immer noch mit seinen Knien zu kämpfen, so dass seine Teilnahme ausfiel. Aber drei wunderschöne Tage haben wir uns gegönnt – nach all den großen Ereignissen auf Arbeit wohl verdient.

Als Strecken stehen beim Samsonman für die „kurze“ Classic-Variante 160km mit 3400hm bzw. 220km mit 4600hm für die „Ultra-Strecke“ zur Auswahl, wobei man sich auch tatsächlich bis zur Streckenteilung nach 103km Zeit mit der Entscheidung lassen kann. Da diese am Ende des fünften großen Anstieges liegt, fällt bei so Manchem die Entscheidung an jener Stelle anders aus, als vielleicht ursprünglich geplant... Annes Plan hieß auf jeden Fall: soviel Kilometer wie möglich für das Startgeld (40 Euro) fahren zu wollen.{nomultithumb}

„Král Šumavy“ (Anne)

Die AusgangssituationImage
war gekennzeichnet von Trägheit nach dem Urlaub und einer gewissen Übermüdung, weil in der Woche davor schon wieder so viel Arbeit auf dem Schreibtisch lag. Zur Unlust hinzu kamen Schmerzen im Knie bei Lutz und in den Fußballen bei Anne in der letzten Zeit. Aufgemacht zum Radrennen „König des Böhmerwaldes“ haben wir uns trotzdem: Lutz und Anne. Start und Ziel ist in Klatovy bei 400 Hm. Es gibt eine 150 km, 200 km und eine 240 km Runde. Wir haben uns für die lange Route entschieden. Aus Prinzip. Das Streckenprofil der 240 km Runde führt hinauf auf bis zu 1100 m und schwankt permanent zwischen 500 und 900 m (Summe: 4600 Hm).

RTF – Auf zum Schwartenberg

Im Vergleich zum letzten Jahr hatte der Radclub Freiberg die Anzahl der Strecken erweitert: Es sollte auch eine 150er Runde geben. Diese wich nur durch zwei kleine Häkchen von der 121er Runde ab und es sollten am Ende leider nur 134 km werden. Prinzipiell ging ich von einem ähnlichen Höhenprofil wie letztes Jahr aus. Doch gerade eines dieser Häkchen führte über die alte Dorfstraße von Holzhau, die ja bekannter Weise bis zu 20 % aufweist.

"12 hodin na kole" in Janov nad Nisou, Isergebirge

Irgendwann zu Beginn des Jahres - der Schnee war im Erzgebirge noch nicht weggeschmolzen - kam der Lutz mit seiner Jahresplan-Excel-Tabelle auf mich zu, in welcher diverse Radveranstaltungen eingetragen waren, die auf seiner Wunschliste standen. Darunter auch diese Radveranstaltung, die er irgendwo bei seiner Suche nach schönen Radveranstaltungen im liebgewordenen Nachbarland im Internet ausfindig gemacht hat.

Worum es geht: Zwölf Stunden Zeit, um auf einer Runde von 10,8 Kilometer, oder wahlweise 20,3 Kilometer, fein im Kreis Kilometer zu sammeln. Und natürlich auch Höhenmeter: immerhin 210 auf der kleinen und 410 auf der großen Runde. Sieger der drei Kategorien (Männer unter bzw. über 40 Jahre und Frauen) wird, wer in den zwölf Stunden die meisten Kilometer gefahren ist. Bei gleicher Kilometerzahl ist besser, wer es in der kürzeren Zeit geschafft hat. Ganz einfach!

Okolo Ceské Republiky Na Kole Nonstop

Auch wenn ich mal wieder nicht im Ziel angekommen bin, will ich trotzdem ein paar Zeilen schreiben. Ich bin glücklich und zufrieden. Obwohl ein wenig Sehnsucht und Traurigkeit aufkommt, wenn ich sehe, wie die letzten Punkte sich auf der Landkarte bewegen, zehre ich immer noch von den Glücksgefühlen der 420 gefahrenen Kilometern. Schon seit drei Jahren geistert dieses Rennen durch meinen Kopf. Ein Rennen rund Tschechien mit ca. 1250 km. Start und Ziel ist in Třinec im östlichsten Zipfel, Umkehrpunkt in Skalná in der Nähe von Aš. Donnerstag 12:00 sollte es los gehen. So fuhr ich am Mittwoch mit meinen Begleitteam nach Třinec.

Samsonman 2006

Nachdem der Samsonman sich vom Alpencup verabschiedete, sanken die Teilnehmerzahlen beträchtlich. Landschaftlich bleibt der Marathon über die Nockberge aber ein Genuss. Auf der Wunschliste stand er die letzten Jahre immer mit ganz oben.

RTF – Auf zum Schwartenberg

Im Vergleich zum letzten Jahr hatte der Radclub Freiberg die Anzahl der Strecken erweitert: Es sollte auch eine 150er Runde geben. Diese wich nur durch zwei kleine Häkchen von der 121er Runde ab und es sollten am Ende leider nur 134 km werden. Prinzipiell ging ich von einem ähnlichen Höhenprofil wie letztes Jahr aus. Doch gerade eines dieser Häkchen führte über die alte Dorfstraße von Holzhau, die ja bekannter Weise bis zu 20 % aufweist. Ausgerüstet mit einem 23er Ritzel hatte ich dort ganz schön zu kämpfen.

RTF Hartha - Augustusburg und zurück

(eine Radtour mit unerwartetem Ausgang)

Im Winter fuhr ich mit ihr Ski. Und jetzt fahren wir zusammen Rad. Die Rede ist von der Anne, für die die RTF in Hartha erst die zweite Veranstaltung mit ihrem neuen und ersten Rennrad werden sollte. Und hier ist die Geschichte dazu:
Nach dem langen Winter war Ende April immer noch nicht viel vom Frühling zu spüren. Es war sehr frisch. Der Wetterdienst prognostizierte Regen. Also Schutzbleche dran, Regenjacke eingesteckt und früh zeitig nach Hartha gerollt. Geplant hatten wir die 160er Runde. Am Start sprang als zweiter Vertreter unseres Vereins Lutz M. herum, mit kurzen Hosen! Uns war es schon in langen Hosen kühl.