Rennwochenende in Südbaden mit Aufstieg in B-Klasse

Rheinfelden An einem heißen Sommerwochenende fuhr ich zu meinen Eltern nach Lörrach ins schöne Markgräflerland. Anlass waren neben dem Familienbesuch drei Kriterien in der Region.
Am Freitag Abend ging es los in Wyhl am Kaiserstuhl, ca. 60 km, offen für alle Rennklassen. Gegen das starke Team Belle, das hier sein Heimrennen hatte, ein paar Fahrern von ETW und anderen Teams, war ich in den Positionskämpfen oft machtlos. So wurde auf dem einfachen Kurs ein konstant hohes Tempo gefahren und Attacken konnte ich nur wenige mitgehen. So verpasste ich die vierköpfige Spitzengruppe, die das Rennen unter sich ausmachte. Durch einen achten Platz im Endspurt konnte ich noch auf Platz 14 kommen und war damit zweitbester C-Fahrer. Das gewonnene Gemüse vom Bauer um die Ecke landete später dann bei der gücklicher Mama im Kochtopf.

Die Hölle des Nordostens!

2018 07 01 mittenwaldeFacts:
28 Runden 1,2km kleines und großes Kopfsteinpflaster beim 3. GAAC - Altstadtrennen Mittenwalde.
Gute Führungsarbeiten von den beiden Picardellics Anton und Norman neben wenigen anderen.
Anton immer in den ersten 4 Positionen.
Norman versuchte nach 13 Runden wegzufahren, ihm gelang allerdings nur ein mittelgroßer Vorsprung der nach einiger Zeit in der Gruppe recht schnell rangefahren werden konnte.
Anschließende eine Attacke eines Einzelnen, an dem Anton dran bleiben konnte, es gelang das restliche Feld auseinander zu ziehen.
Norman konnte als Einziger an die beiden ranfahren, das Trio baute seinen Abstand stetig aus, zum Glockenschlag in der letzten Runde setzte sich Norman an die Spitze. Anton an dritter Position, bereit für den Finalen Sprint.
In der letzten Kurve boxte ihm ein Pflasterstein die Kette vom Kettenblatt was entscheidende Sekunde kostete und einen Sieg nunmehr unmöglich machte.
Im leichten Anstieg zur Ziellinie konnte Norman seine Position nicht bis zum Schluss halten und somit belegten die Picardellics Platz 2 und Platz 3 und nahmen als Andenken jeder einen Pflasterstein mit nach Hause.

Sieg in der Karibik

Cozumel Radrennen 2017Warum nicht mal einen Karibikurlaub mit einem Rennen verbinden? Es bot sich ein 160km Rennen auf der Insel Cozumel an.
Räder wurden gut eingepackt und mit der Lufthansa ging es über Frankfurt und Houston/ Texas nach Cancun/ Mexiko. Vom Festland ging es anschließend 45min mit der Fähre auf die Insel Cozumel.
Die Insel ist auch bei Kreuzfahrtschiffen sehr beliebt, täglich waren dort zwischen drei und sechs der Riesenpötte im Hafen.

Unsere ersten Ausfahrten auf Cozumel waren grenzwertig für den Kreislauf, angesichts Jetlag und vor allem durch das sehr warme und feuchte Karibikklima.

Der Rennkurs war eine 80km Runde welche wahlweise einmal ( Medio Fondo) oder zweimal (Gran Fondo) zu fahren war; wir (ich und meine Frau Ute) hatten uns für die 160km ( Gran Fondo) entschieden.

Cozumel Radrennen 2017Bereits zwei Tage vor dem Rennen und am Renntag gab es in den Hotels zusätzliche spezielle Speisekarten für die Fahrer. Frühstück wurde ab 4:00 Uhr angeboten. Einfach Klasse.

Start war 7:30 Uhr, das Warmfahren ungewohnt in völliger Dunkelheit, das war schon die erste Herausforderung angesichts div. Seen auf der Straße vom nächtlichen Regen und 2.000 Radlern welche zu den Startblöcken unterwegs waren.

Ohne jede Referenz war unser Startblock ziemlich weit hinten, es war aber alles sehr gut organisiert. Die Startblöcke wurden 7:00 Uhr geschlossen, eine Auskühlung des Körpers war bei bereits 27° C nicht zu befürchten. Auffällig war die Ansammlung von HighEnd Rädern, insbesondere Pinarello F 10 und Colnaco waren hier die Favoriten.
Der Frauenanteil im Feld war recht hoch, sicher weil es hier faire Altersklassenwertungen auch für Frauen gab.

Picardellics goes Cross

20171028 Cross TiloDer Sommer liegt hinter uns und nach zahlreichen Trainingskilometern und etlichen Straßenrennen ist für die meisten Fahrern aus unserem Verein eine wohlverdiente ruhige Zeit angebrochen. Aber nicht für alle! Es gibt ja - zum Glück-  noch die Cyclo-Cross-Saison, welche seit Oktober schon im vollem Gange ist. Dieses Jahr starte ich das erste Mal bei Crossrennen, also ein absoluter Neuling. Paul Müller, der ja bekanntlich auf jedem Rad eine gute Figur macht und die Fetzen fliegen lässt  (aka #ballern), stand mir als Mentor zur Seite. Mit seinen Tipps und Tricks war der Einstieg nicht so schwer. Lehrgeld zahle ich trotzdem noch bei jeden Start- bisher vier. Aber es macht voll Spaß. Mit einem Straßenrennen überhaupt nicht zu vergleichen. Ein Highlight für mich war gleich das Zweite am Störmthaler See, es war ein Nachtrennen. Bein einem super organisierten Rennen mit perfekter Ausleuchtung konnte Paul die Hobbyklasse dominieren und mit einer Minute Vorsprung gewinnen, bevor ich selbst 21:30 Uhr an den Start ging.

Erster Aufstieg in der Vereinsgeschichte

Sven AufstiegSven hat es geschafft! Sven ist in die nächste Lizenzklasse aufgestiegen.
Es ist der Verdienst einer langen Vorbereitung und unzähligen Trainingskilometern. Und dabei meine ich nicht, dass Sven dieses Jahr mal richtig Gas gegeben hat sondern davon wie er mir vor 5 Jahren von seinem „Plan“ erzählt hat. Was soll ich sagen, der Plan ist aufgegangen!
Teile aus seinem Programm könnte man vielleicht so beschreiben: Kontinuität, Training nach Vorgabe für Zeit und Watt, akribische Auswertungen am Computer, Fachliteratur wälzen, manchmal auf Schokolade und Bier verzichten, Gewicht machen, alles selber am Bike schrauben, Touren planen, Trainings fürs Team organisieren oder einfach nur große wie er sagt: „Explorer und Genießertouren um die Quadranten voll zu machen“. Das alles nebenbei, denn auch Sven verdient seine Brötchen nicht mit Radfahren sondern wie fast alle Jedermänner bei über 40 Wochenstunden auf Arbeit.
Letztes Jahr dann die erste große Leistungsexplosion und die ersten nennenswerten Platzierungen. Diese Form hat er gut über den Winter gebracht und den Fokus dieses Jahr verstärkt auf die Lizenzrennen in und außerhalb Sachsens gelegt. Nach bereits einigen guten Platzierungen bei solchen Lizenzrennen konnte sich Sven am vergangen Samstag wohl selbst einen großen Traum erfüllen und beim Lingenfelder C-Kriterium ganz nach oben fahren und sich damit den Aufstieg in die B-Klasse der Lizenzfahrer sichern. Damit ist der erste Picardellics der dies geschafft hat!
Wie sagen herzlichen Glückwunsch Sven und wir sind stolz auf Dich.

12tes Ponickauer Dreiecksrennen – Fast Doppel Podium beim Picardellics Heimrennen

12. Ponickauer DreiecksrennenZum nun schon 12ten mal fand das Ponickauer Dreiecksrennen statt, einer der großen Herbstklassiker unserer Region, und gleichzeitig das prestigeträchtige Finale des Lausitzcups 2017. Am Start waren wir beim Männer-Rennen U/Ü40 mit einem etwas kleineren Team, bestehend aus Paul, Michael, Matthias, Stefan, Tilo, Jörg und mir. Direkt nach dem Startschuss attackierte Peter Richter (RK Endspurt; jedoch im gewohnt schwarzen Outfit) und setzte sich vom Feld ab. Dieser mutigen Attacke folgten Lukas Stübner (Post SV Görlitz) und unser Stefan Truntschka. Wenig später setzte auch Hannes Wanta (Easy Tours) allein dieser Gruppe nach. Da nun alle „großen“ Teams einen Fahrer vorne vertreten hatten, wurde es anschließend ein etwas ruhigeres Rennen. Im weiteren Verlauf mussten unsere zwei Fahrer Paul & Jörg jeweils verletzungs-/schmerzbedingt aussteigen.

Podium beim Bergkriterium „65.Rund um den Sachsenring“

65. Sachsenring RadrennenWie fast immer in den letzten Jahren fand für mich am letzten August-Wochenende das traditionelle Bergkriterium „65. Rund um den Sachsenring“ in der Innenstadt von Hohenstein- Ernsthal statt. Dabei muss beim Jedermann-Rennen ein 2 km langer Rundkurs, wobei am Ende jeder Runde eine steile 200 m-Rampe mit 10% wartet, fünfzehn Mal bewältigt werden. Durch einen relativ flotten Start schrumpfte das Feld schnell auf 10 Mann zusammen. Aufgrund von Taktierereien nahm anschließend das Tempo ein wenig ab und das Feld blieb trotz stetiger Attacken (auch meinerseits) am Anstieg zusammen. Vier Runden vor Schluss fand dann die entscheidende Selektion am Anstieg statt, wobei eine Fünfergruppe an der Spitze zusammenblieb. In der Schlussrunde setzte Sten Brückner (Venusberg) im verwinkelten Kopfsteinabschnitt die entscheidende Attacke.

8. Jahnradkriterium

8. JahnradkriteriumBeim 8. Jahnradkriterium in Niederfrohna "am 26.08.17" konnte sich unser Stefan Truntschka auf einem anspruchsvollen Rundkurs über 48km am Ende gegen eine starke Konkurrenz auf Platz 2. durchsetzte. 
Wir gratulieren ihm und allen anderen zu dieser starken Leistung. 
Vielen Dank an #RadsportPostSVGörlitz für das Fotomaterial

Picardellics räumen bei der 13. Auflage des Jedermann-Straßenrennen "Struppener-Dreieck" ab

Struppener-DreieckDurch ein starkes Teamwork konnte sich Anton Benedix nach einer starken Attacke den Sieg beim "Struppener-Dreieck" sichern. Anton konnte die Attacke seines Edelhelfers auf der Schlussrunde erfolgreich umsetzen nach dem Matthias Reinfried am vorletzten Berg der sechsköpfigen Spitzengruppe das Tempo derart erhöht, dass die anderen Rennfahrer abreißen lassen mussten. Anton war daraufhin bis zum Kirchberg an seinem Hinterrad und in seinem Windschatten geblieben. Ungefährdet sprintete er dann den zwölfprozentigen Zielanstieg am Kirchberg hoch. Matthias rollte kurz dahinter auf einen guten fünfen Platz ins Ziel.
Im Rennen der Senioren 2 sicherte sich Jan Teller einen erfolgreichen dritten Platz auf dem Podest. Bei den Frauen erkämpfte sich ebenfalls Sandra Reinfried die "Goldene Eins" und gewann erfolgreich vor der Konkurrenz.

Sieg und Streckenrekord beim Krusnoton 2017

Krusnoton 2017Keine 60 Autominuten von Dresden entfernt fand am Wochenende der "Ötztaler des Ostens" statt. Besser bekannt unter Krusnoton. Ganz offiziell heißt er laut Ausschreibung "Cannondale Koloshop Krušnoton". Die Teilnehmer können zwischen 3 Strecken wählen, kurz, mittel  und lang. Für die erste Variante über 110km und 1500Hm entschieden sich von den Picardellics Tilo, Marcus und Anton. Den langen Kanten über 250km und 4900Hm nahmen Matze und Lutz W. in Angriff.
Im Sprint konnte sich Anton gegen die starke Konkurrenz aus dem Nachbarland Tschechien durchsetzen und damit sich und alle Teilnehmer überraschen. Wir gratulieren Anton zu seinem ersten Sieg überhaupt. Doch damit nicht genug, durch das hohe Tempo unterwegs gelingt es Ihm nebenbei einen neuen Streckenrekord aufzustellen.

Über 250km kann Matze weiterhin seine Freude über die langen Strecke nicht verstecken und wird in der Gesamtwertung Zehnter. Der Sieger heißt Thomas Hoffmeister vor Robert Petzold ebenfalls beide aus Dresden.

Vielleicht bis nächstes Jahr in Teplice....

Knapp an der Sau vorbei

Rund um GroßwaltersdorfNur 20cm trennten Sven von einer bereits fertig zubereiteten Sau und zum Aufstieg in die B-Klasse. 20cm weniger als ein A4 Blatt! Wahnsinn!
Das alles gestern geschehen beim 45. Radrennen "Rund um Großwaltersdorf" . Mit dabei und vor Ort waren Stefan T. der ebenfalls gut platziert in einer Ausreißergruppe die Kunde von Platz 2 als Erster vernahm und Martin L. und Tilo im Peloton.
Rund um Großwaltersdorf

Reinfrieds rocken Hinterhermsdorf

Bergpreis Sebnitz Nur noch zwei Wochen bis zum Start der RATA (Race across the Alps) und nicht nur Matthias sondern auch Sandra zeigen sich in bestechender Topform. Matze konnte sich nach 10 Runden (80km) zum zweiten Mal diese Woche im Sprintfinale durchsetzen und den ersten Platz beim 28. Bergpreis sichern.
Bergpreis Sebnitz Auch Sandra nutze die Tage nach dem Dresdner Mountainbike Marathon gut zur Erholung und fuhr nach 32km als erste über die Ziellinie.
Der Countdown zur RATA beginnt und für den Rock n Roll ist Matze vorbereitet.

Picardellicsfrauen dominieren den Lausitzcup

Klettwitzer Abendrennen 2017Nachdem der Regen sich fast komplett vom Lausitzring verzogen hatten durften unsere Picardellicsfrauen auf dem schnellen Kurs ihr Können unter Beweis stellen. Am Ende kam es wie so oft auf dieser Strecke zu einem Sprint Royal und die Nase vorn hatte diesmal Sandra kurz vor Franzi. Damit sicherten die Mädels gute Punkte für die Mannschaftswertung im Lausitzcups.
Im zweiten Rennen des Abends durften die Herren der Schöpfung ihre Sprinterqualitäten testen. In einem stark besetzen Rennen befanden sich Jörg, Jan und Martin L. unter den ersten 40 wieder. Für Matti sollte es das erste Rennen werden. Es endete leider mit einem Sturz und einem verlängerten Aufenthalt im Krankenhaus. :( Wir wünschen Ihm an dieser Stelle gute Besserung.

Zeitfahren im Rossauer Wald

MZF Rossauer Wald 2017Am 28.05. machten sich 6 Picardellics auf nach Rossau zum 8. 100 Kilometer Mannschaftszeitfahren des RSV Hainichen. 10:03 Uhr gingen Stephan K.,Stephan T.,Jan und Paul zum 100 Kilometer MZF an den Start. Es war ein heißes Rennen mit starker Konkurrenz, bei dem die Männer einen kühlen Kopf bewahrten und sich nach 18 Runden Platz 3 hinter den stark fahrenden Teams  "Die Fahrrad-Kette meets RSV Bautzen" und "Die Sekundenjäger" sicherten. 13:05 Uhr startete dann endlich auch das Frauenteam, Franziska und unser Neuzugang Henriette. Auch sie setzen sich nach 7 Runden durch und belegten ebenfalls den 3. Platz. Dem ausrichtendem Verein ein großes Dankeschön für die super organisierte Veranstaltung.


Mannschaftszeitfahren Rossauer Wald 2017Mannschaftszeitfahren Rossauer Wald 2017

Kurzentschlossen zum Sieg

Sieg Okolo Vlčí horyWer Ihn kennt, weiß das er selten was dem Zufall überlässt. Training und Rennen sind gut miteinander abgestimmt und zeigen immer mehr ihre Wirkung. Umso erstaunlicher diese Ausnahme am heutigen Tag. Eine Stunde Vorbelastung für das morgige Rennen in Münchenbernsdorf war geplant, doch statt schon wieder die nachbarschaftlichen Straßen rund um Dresden zu erkunden wurde während Kaffee und Müsli ein anderer tollkühner Plan ausgeheckt. Schnell das Auto packen und ab ins schöne Nachbarland Tschechische Republik zur heutigen Erstauflage von  von Okolo Vlčí hory“ . Frei übersetzt heißt es  „Rund um den Wolfsberg“ und gehört zu der Rennserie „Žiletkář severu“ (http://tourdezelenak.cz/rubriky/ziletkar-severu ), was auch immer das übersetzt heißt.

Gleich nach der ersten Runde erfolgte schon eine deutliche Dezimierung des Feldes. Von Runde zu Runde mussten immer mehr Fahrer dem hohen Tempo Tribut zahlen und sich nach hinten verabschieden. In Runde 4 bestand das "Hauptfeld"  dann nur noch aus acht Fahrern. In Runde 5 kam es dann zum Showdown. Eine Spitze von 2 Fahrern konnte sich am Steilstück lösen und einen knappen Vorsprung herausfahren. In der Verfolgung waren dann nur noch drei Fahrer, Florian Jung (heute Gastfahrer für Post Görlitz), ein tschechischer Fahrer (der später 5. Platzierte) und Sven. In der letzten Runde konnte Florian sich noch ein kleines Stück von seinen beiden Mitstreitern lösen aber auch nicht mehr die Spitze erreichen. Im Schlusssprint Mann gegen Mann konnte Sven den tschechischen Fahrer schlagen und als vierter die Ziellinie überqueren. Da der Veranstalter sich aber nur für die Altersklassen interessierte konnte Ihm der Sieg in der AK niemand nehmen. Ein dreifaches yeah auf diese Entscheidung heute einfach mal Rennen zu fahren.

Schmerzen vergehen, Marlow bleibt!

Scanhaus MarlowEs ist ein stinknormales Wochenende. 8 Fahrer machen sich auf um gemeinsam Rennen zu fahren, zu essen und zu trinken. Es ist eine wenig wie Urlaub. Ein Urlaub mit dem jährlich gleichen Ziel, die Abläufe sind bekannt, die Stimmung ist super. Der Debütant Paul wird erfolgreich in alle Abläufe einbezogen. Die Geschichten im Finnhus drehen sich, wer kann sich es denken, ums Rad. Eine Gramm Angabe hier, eine Profirennen da, die neuesten Ernährungsempfehlung dort und am Ende doch noch ein bisschen Weltpolitik. Wisst Ihr eigentlich was eine HAARP ist? Marlow hat die Größte davon!

Gestärkt von Nudeln, Brötchen und Ei startet der erste Urlaubstag mit dem 14. Bergkriterium. Diesmal ohne Zoltan, aber dafür hat Hannover uns Gunnar geschickt. Später dazu mehr. 7 ambitionierte Blau-Weiße stehen am Start und stellen damit fast ein Viertel des Fahrerfeldes. Auch wie immer, hohes Tempo von Anfang an. Für taktisches Geplänkel bleibt in der Stunde wenig Zeit, Ausscheidungsfahren deluxe! Nach knapp 30 Minuten fast sich Sven ein Herz und initiiert einen Angriff und damit die Spitzengruppe des Tages. Ein halbes Dutzend können ihm folgen. Stefan, Paul und Michi ein wenig dahinter, können die Gruppe vorerst nicht halten aber dennoch sehen. Kurz vom Ende gelingt es den Dreien sich an die Ausreißer heranzusaugen. Ein wenig Kraft ist bei Michi noch übrig welche reicht um das Tempo so lange hochzuhalten, dass es zu einer Sprintentscheidung zwischen Hannover, Greifswald und Dresden kommt. Am Ende gewinnt Gunnar aus Hannover vor Sven aus Dresden und Lukas aus Greifswald. Damit ähnelt sich also sogar das Podest vom letzten Jahr, nur der Sieger wurde ausgetauscht. Doch vier Fahrer in den Top 10, das war neu. Alle Teammitglieder spürten das Laktat deutlich in den Beinen, das Blut zwischen den Zähnen - es wurde Zeit für Kaffee und so was Ähnliches wie Kuchen im Glashaus von Ribnitz-Damgarten. Die restliche Zeit des Urlaubstages vergeht mit viel Spaß und Fachsimpelei wie im Fluge.


We Rode Flanders 2017

2017 04 03 Ronde FlandersPicardellics Velo Team Dresden war "on the Road" bei „We Ride Flanders“

Drei Fahrer, Jörg, Tilo und Marcus sind am Samstag auf die 237km lange Strecke von Antwerpen nach Oudenaarde gegangen. Alle drei waren hoch motiviert und voller Vorfreude auf die Streckenhighlights wie Koppenberg, Taaienberg, Oude Kwaremont und Paterberg. Der Start war um 07:00 Uhr morgens und führte neutralisiert die ersten km aus der Stadt hinaus. Pünktlich nach 10 Minuten Fahrzeit zeigte der belgische Wettergott, dass Flandern kein einfaches Rennen ist und öffnete seine Pforten. Die ersten zwei Stunden regnete es in Strömen und die Vorfreude auf die noch ausstehenden Herausforderungen sank auf Null. Aber auch das sollte die Jungs nicht aufhalten und so machten Jörg und Tilo die ersten 100km gemeinsam eine starke Pace im vorderen Teil des Feldes.
2017 04 03 Ronde FlandersMarcus musste leider auf Grund einer Bronchitis das Ganze etwas langsamer angehen lassen. Der Weg von Jörg und Tilo trennte sich dann auch nach den ersten Bergen und von nun an kämpfe jeder für sich allein. Nach ca. 140km meinte das Glück den Tilo verlassen zu müssen. Seine Schaltung gab den gewaltigen Kräften seiner Oberschenkel nach und riss während der Fahrt komplett vom Rahmen ab. Damit waren alle Träume zerstört und er musste leider das Rennen aufgeben. Jörg und Marcus kämpften sich mit Bravur bis ins Ziel und kamen nach Fahrzeiten von über 9 Stunden glücklich und sichtlich gezeichnet von den Strapazen im Ziel an.

Fazit: Es war eine geniale Veranstaltung, aber Kopfsteinpflaster braucht kein Mensch :-)


Sportliche Grüße Marcus

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Olaf ´s Challenge!

Rügen ChallengeAuf der Insel Rügen habe ich schon viele Urlaube verbracht. Mit ihrer malerischen Landschaft ist die Insel nicht nur im Sommer zum Erholen wunderschön.

Also dachte ich ,als es an die Saisonplanung im Frühjahr ging, schlägste mal in der fitten Runde vor, einen Kurzurlaub mit einem Radrennen zum Abschluss zu verbinden. Ich hatte da von einem Rennen gelesen was der allseits bekannte Olaf Ludwig Mitte Oktober zum wiederholten Male organisieren wird.

Nun ja für manche ist das schon bisschen spät so am Ende einer langen Saison die für viele bereits im März beginnt.

Umso mehr war ich richtig begeistert als richtig viele Picardellics meinem Aufruf folgen. Auf die Truppe ist eben Verlass!

Neben der kurzen Tour über Bergen mit 54km, gibt es die wesentlich anspruchsvollere 107km Runde mit der Fahrt über den Jasmund.

Und selbstverständlich kreuzten alle bei der großen Inselrundfahrt an. Manche haben sich während des Rennens vielleicht gedacht …warum hab ich bloß… :-), aber dazu später mehr.

Die Insel ist keineswegs flach wie Holland. Die angegebenen 490hm und die zu erwartenden Steigungen sorgten für Gesprächsstoff im Vorfeld. Am Ende waren es um die 800…aber wir sind sowas ja mit unserer bergigen Umgebung gewohnt.

Also ging es ans organisieren. Gern wollte ich alle in ein großes Hotel gemeinsam stecken, aber die Insel wird immer beliebter und durch die Schulferienwoche war alles schnell vergriffen, aber Sellin ist ein kleiner feiner Ort wo wir dann Alle zentral in Ferienwohnungen übernachten konnten.

Dank dem Volkswagen Zentrum Dresden und Herrn Grille wurden wir bestens mit einem Bus unterstützt.

Rügen ChallengeGemeinsam reiste der Großteil der gemeldeten „Challenger“ am Freitagabend an. Am Samstag wurde dann mit dem Rad der Osten und Süden der Insel mit Teilen der Rennstrecke erkundet. Zum Kaffee am Nachmittag gab es spendiert von unserem Rene (er konnte verletzungsbedingt leider nicht dabei sein) leckeren Kuchen & Stollen aus seiner Backstube.
Am Abend saßen wir gemeinsam im Restaurant in der Selliner Seebrücke bei leckerem Fisch und Milchreis.
Draußen goss es in Strömen, wir hofften für den Morgen auf Besserung…
Der Wettergott war dem Ganzen nicht so gnädig, die letzten Wochen waren ungewöhnlich warm und leider wurde es kalt mit unter 10 Grad und heftigem Wind. Die bis zu 20 Grad in Sachsen sollten es am Renntag nicht bis Rügen schaffen.

Amadé von seiner schönen Seite

2016 05 amade 01Ein Teil der Picardellics steht schon seit mehreren Wochen wieder mitten im Renngeschehen, ein anderer etwas weniger oder (noch) gar nicht und andere wiederum bereiten sich parallel auf große kommende Ereignisse der Saison ’16 vor.

Für Matze ragt da als Höhepunkt des Jahres seine Teilnahme am legendären Race Accross The Alps heraus, das in wenigen Wochen stattfinden wird. Und so hatten wir als Vorbereitungswoche darauf und in Kombination mit der altbewährten Müslimantour eine Woche Aufenthalt in Radstadt vorgesehen, mit dem Amadé Radmarathon als Abschluß und um schon etwas Höhenluft zu schnuppern. Mit Sandra und David, Matze und mir diesmal leider nur zu viert unterwegs, suchte und fand jede(r) sein Pensum der eigenen Form entsprechend und nicht nur beim Radfahren.

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Mannschaftszeitfahren in Rossau - Jagd nach Piccolöchen

Mannschaftszeitfahren Rossauer WaldFür Abwechslung im schnöden Rennalltag übermotivierter Jedermänner und -frauen sollte am vergangenen Wochenende ein 4er Mannschaftszeitfahren sorgen. Die Picardellicsmänner hatten das über 100 km bereits im Vorjahr für gut befunden und angestachelt von der angekündigten Konkurrenz der Berliner Velonistas sollte es eine Premiere für einen weiblichen Vierer in Blau-Rot über 50 km werden. Aus Frauenknappheit im eigenen Team musste beim DSC geborgt werden und damit standen Franzi und Soli mit Katja und Francis am Start bei besten Bedingungen. Mannschaftszeitfahren Rossauer WaldDie Konkurrenz hatte wohl kalte Füße bekommen und so wollten wir uns auf Harmonie und Optik ;) fokussieren (und eventuell noch die im letzten Jahr von den Velonistas vorgelegte Zeit knacken). Ab Runde 2 von 9 nur noch zu Dritt und immer wieder von überrundenden Männerteams zu Schnecken degradiert, sollte uns das am Ende um eine knappe Minute gelingen. Wie schön Quälen sein kann, wenn es vorbei ist, ließ sich auskosten während wir den Männern anschließend auf ihren übrigen Runden zusahen. Da kann Frau sich inpunkto Kurventechnik noch einiges abschauen...

2x2 bleibt zwei

13. Scan-Haus-Cup MarlowBereits zum dritten Mal in Folge reisten wir zum Scanhaus Marlow Cup. Nach 465km in strömenden Regen erreichten Michi, Jan, Tilo, Sven, Jörg und unsere beiden Stefans die grüne Stadt am Vogelpark. Christian war bereits schon vorgefahren und kümmerte sich um einen reibungslosen Empfang der Mannschaft. Neben den beiden Rennen mit Omnium-Wertung, gab es diesmal am Samstagmittag auch ein Rundenrekord Fahren. Christian stellte sich dieser Aufgabe und fuhr die Runde des Bergkriterium so schon mal in High-Speed-Manier ab. Anschließend ging es dann für fast alle zur Sache. Jan übernahm den Foto-Job um die Eindrücke angemessen fest zu halten. Tilo befand sich zur Startzeit noch auf Erkundungstour und stieß später dazu. Wie in den vergangen Jahren zeigte sich der Kurs sehr selektiv. Bereits in der 4ten Runde war ordentlich Feuer drin und eine kleine Gruppe von 4 Fahren konnte sich absetzen. Sven war mit dabei. Jetzt hieß es dran bleiben und dem Altmeister Zoltan auf den Zahn fühlen. In Runde 6 trudelte endlich Tilo ein und wurde vom Kommentator mit großem Hallo auf den Kurs geschickt. Das Feld war mittlerweile schon deutlich kleiner. Auch unser Sprinter Stefan K. endschloss sich nach Runde 8 die Kräfte für das Straßenrennen am nächsten Tag zu sparen und schaute sich das Renngeschehen stressfrei von außen an. Nach ein paar Runden stieg auch Tilo auf diese Art der Rennerfassung um. 13. Scan-Haus-Cup MarlowAus der vierköpfigen Spitzengruppen war mittlerweile eine 2x2 Spitze geworden, ganz vorn war jetzt nur noch Zoltan und Sven. In der 16ten Runde attackiert Zoltan um endlich in seine gewohnte Solofahrt überzugehen. Aber Sven blieb dran und Zoltan war überrascht und langsam ratlos. Nach einem kurzen Durchatmen startete Zoltan erneut seinen Turbo. Jetzt musste auch Sven reisen lassen und fuhr einsam auf weiter Flur Runde um Runde den zweiten Platz ins Ziel. Stefan T., Christian, Michi und Jörg beendeten das Rennen auf den Plätzen 12, 14, 16, und 24. Zum Ausfahren ging es dann an den Saaler Bodden. Bei wieder aufklarendem Wetter gab es Kaffee und Kuchen und zum Abendessen wurden wir noch mit Jörgs Kochküsten belohnt.

+++ Sieg in Ascheffel +++

Gleich im ersten Rennen eine Sensation!Sieg in Ascheffel
Stefan Kopf vom Picardellics Velo Team Dresden gewinnt überraschend das Jedermannrennen über 49,5km beim "25. Rund um Ascheffel" im Sprint kurz vom Teamkollegen Sven Holstein.
Sieg in Ascheffel - so sehen Sieger aus

Great conditions at Scorching Bay, Wellington

2016 03 australienAls gegen7.30am der Startschuss fiel, blieben die Raeder vorerst am Staender eingehangen. Es hiess mit roter Kappe und geliehenem Neopren am Rande der Tasman Sea in der Scorching Bay zu Schwimmen. Ganze 1,8km dank Messfehler der Organisatoren. Ich hatte mich fuer meinen ersten olympischen Triathlon angemeldet und scheinbar ein ganz ordentlich besetztes Feld erwischt. Am Start wurde ein Leidensgenosse gefragt, ob er den dieses Jahr den Ironman eine Woche spaeter in Taupo bestreitet. Er antwortete: “Zuletzt mache ich lieber weniger Ironmans, ich bekomme da immer ein paar Wadenprobleme. Also habe ich dieses Jahr nur 3 Halbdistanz Half-Ironman bestritten”.

Zum Glueck hatte der Sturm der Vortage aufgehoert, so dass nur vereinzelte Wellen der Interislander Faehren fuer etwas Hub im Wasser sorgten. Ausserdem kitzelten kleine Quallen an den Haenden und der dunkle Schatten einer aus der Tiefe ragenden Wasserpflanze sorgte zumindest bei mir Freibadschwimmer fuer einen kurzzeitigen Adrenalinschub. An das Salzwasser hatte ich mich Dank etwas Vorbereitung bei einem Ocean Swim eine Woche zuvor schon gewoehnt. Ansonsten verlief der erste Teil des Triathlons sehr smooth, so dass ich gut gelaunt nach einer halben Stunde in Richtung Radpark stuermte.

2016 03 australien1Der kleine Sprint aus dem Wasser fuehrte an den Carbonzeitfahrrennern aller bekannten Marken vobei zu meinem „Reiserad“. Der tschechische Aluflitzer mit 12 Jahre alter Centaurgruppe und SRAM Schaltwerk – nach DHL Transportschaeden liess sich leider kein 10fach Campa in ganz Neuseeland auftreiben – war zugegebenermassen nicht das praedestinierte Rad fuer ebene 40km. Trotzdem ging ich die Fahrt entlang der unzaehligen Buchten rund um Wellington schnell an. Es fehlte mir ja auch jegliche Erfahrungen. Der Asphalt hier war sogar einigermassen glatt.

Morgens, halb zehn in Dresden

Skoda Velo RaceAls bekannt wurde, dass der diesjährige Hauptpreis des Škoda Velorace in Dresden ein gefülltes Zwei-Liter-Glas Wernesgrüner sein würde, setzte im Picardellics-internen Forum eine Menge Aktivität ein. Unter dem Deckmantel des lokalen Vereins, der lokale Veranstaltungen unterstützt, schrien die Süchtigen „Hier!“, trugen sich in Listen ein und entschieden auf der Heidenauer Bahn im Keirin, wer denn im Falle eines Erfolges den ersten Schluck nehmen dürfe. Und ich, Ludwig, Nicht-Alkoholiker, mittendrin. Ein bisschen mulmig war mir schon.

Um sechs aufstehen weil schon um neun gestartet wird, ist hart, aber offensichtlich auch nur eine Frage der Motivation. Der Treff am inoffiziellen Vereinsheim war dann auch entsprechend früh um 7:45 angesetzt. Statt des üblichen Murrens und Gegrunzes, das man gewöhnlich um diese Uhrzeit erwartet, ein freundliches Händeschütteln, Gelächter und gute Laune. Ich war total überfordert. Immer diese Süchtigen. 9:30 an der Pikardie ist zu zeitig, aber 7:45 am Waldschlösschen ist in Ordnung. Wernesgrüner scheint Flügel zu verleihen.

Skoda Velo RaceNummer dran, ab zum Start, alle fahren gerade aus und artikulieren sich anständig. Erleichtert komme ich im blau-weißen Schlepptau am Theaterplatz an. Startschuss, und schon bekommen die ersten Picardellics Durst. Die Zeit bis ins Ziel soll wohl so kurz wie möglich gehalten werden. Mit einer geschmeidigen 46 auf dem Tacho geht es die Könneritzstraße entlang und vorbei am Großen Garten. Wende, Waldschlößchenbrücke und schon die erste Zieldurchfahrt. Ich mache mir Sorgen um Stefan T. und Jan. Die scheinen das Bier wirklich zu brauchen. Wenn das jetzt nicht klappt mit dem Sieg. Aber die Nächte sind lang in Pappritz, und die Motivation bei Matze damit hoffentlich hoch genug.
Die zweite Runde verläuft wie die erste. Alle noch beisammen. Niemand in eine stille Ecke ausgeschert um sich gen Radeberg oder Köstritz zu verneigen. Um zu beten. Oder so ähnlich. Offensichtlich können alle damit bis nach dem Rennen warten. Beruhigt sehe ich Dirk durchs Feld gleiten. Wirklich alle.

26. Bergpreis

2015 06 06 hinterhermsdorf32°C im Schatten, blauer Himmel und ein bergiges Streckenprofil-zumindest für mich angenehme Voraussetzungen, um an einem Radrennen teilzunehmen. Nach den feuchteren Vorjahren also gute Bedingungen in Hinterhermsdorf; nur mein absolviertes 600km brevet kreuz und quer durch's Alpenland vom Wochenende zuvor läßt mich bis zwei Tage vorher noch sehr zweifeln, ob die Aktion sinnvoll würde. Aber dann kam doch wieder Lebensgefühl in die Beine, also auf zum Start. Leider ist außer mir nur noch Sandra angereist; viele Picardellics schonen ihre Kräfte für das Rennen am Folgetag in Lampertswalde.

Im gleichen Startblock stehend, geht es für uns beide 2 min nach dem Start des Hauptfeldes los, mit hohem Tempo erst mal ins kirnitzschtal hinab und dann auf der frisch renovierten Straße nach Saupsdorf hinauf. In der ersten der vier Runden gibt es erst einmal ein Abtasten und Warten; in der zweiten wage ich gleich am ersten Berg einen Ausreißversuch und trete an. Zu meinem Erstaunen macht niemand Anstalten, hinterherzufahren. Gut, die Favoriten Klaus Hieckmann und Rolf Baum fahren eine andere AK, aber dennoch hätte ich erwartet.... aber worauf warten....weiter treten ist das Motto und versuchen, durchzukommen.

Zur Frühlingshast im Spreewald

2015 SpreewaldmastersVom 10. bis 12. April fand die mittlerweile international anerkannte Mastersrundfahrt im Spreewald auf 4 Etappen statt. 94 hoch motivierte Starter, teils fern gereist, fanden sich am Freitagnachmittag zum ersten Start bei bestem Frühlingswetter in Drebkau ein. Auf gut 77 km galt es für die drei Masterfahrer Neumi, Dirk und Schaalie (aka Bikekult inkognito) die Form zu finden. Wie immer ging es zügig auf die 4 Runden. Ohne selektive Kräfte wie Wind oder lange Anstiege blieb das leistungsstarke Feld zusammen und es kam zum Massenspurt. Auf der engen Zielgeraden immer ein Glücksspiel. Schaalie konnte als 10. eine planmäßig gute Ausgangsposition für das Zeitfahren am folgenden Tag sichern. Neumi und Dirk erreichen das Ziel ebenfalls unversehrt und zeitgleich als 60. und 68. Glückwunsch dem verdienten Etappensieger Enrico Busch (Von Hacht-Masters Team)!

Am Samstagmorgen ging es dann auf die erste Halbetappe des Tages - Schaalies Paradedisziplin, das Zeitfahren. Für Neumi und Dirk stand nach einer kurzen Nacht mit reichlich Blasmusik in der Pension vor allem die eigene Bestleistung auf dem Plan. Beide fassten sich unterwegs möglichst kurz und freuten sich anschließend über Schaalies 5. Platz sowie ein gutes Mittagessen mit Verdauungsnickerchen. Schaalie war wie im Vorjahr mit technischen Schwierigkeiten nicht ganz glücklich unterwegs. Allerdings ist eine kurzzeitig vom Blatt gefallene Kette noch besser als ein leerer DI2-Akku ;)

Osterspaziergang in Flandern

Ronde Van VlaanderenVom Eise befreit sind Flandern und Oudenaarde;
Durch des Nordtiefs steten, sehr feuchten Wind,
Verblasste in Brügge am Start das Hoffnungsglück jedoch geschwind;
Der erste Frühlingstag, wir vermissten seine Gnade,
Zog sich leider in die Ardennen zurück, hinter die Barrikade.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Vereinzelte Sonne am Nachmittage
In Streifen über die nasse Kopfsteinpflaster Passage.

Die Flandernrundfahrt duldet nichts Leichtes,
Überall regen sich Schauer und Verkehr,
Widerstellen sich rote Ampeln dem heranbrausenden Zweirad-Heer.
Eine Fülle an Schwierigkeiten; reicht es?
Es stimmt, an großen Bergen fehlt‘s im Revier,
Doch die Rundfahrt passiert sechzehn Hellingen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Über die Strecke zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder radelt heut so gern
Es geht über 240km bis in die Fern.

Eckaaat, geh mal in' Keller gucken!

snifflstueckNorddeutschland war lange Zeit ein eher unbekanntes Gebiet; bis dessen Bewohner in Brösels Klassiker Werner Berühmtheit erlangten, und ihre Lebensweise ins Interesse der Welt rückte. Und so blieb es den Picardellics natürlich nicht verborgen, dass die Kunden von Herrn Röhricht, dem Röhricht von Gas-Wasser-Scheiße Röhricht, an diesem Wochenende ihren Saisoneinstieg im Radsport begingen. Da durften die Russen natürlich nicht fehlen.

Von Tilo stattlich mit alkoholfreiem Bölkstoff versorgt, reisen diese zu viert am Freitag Abend an und checken im Cordon-Bleu bei Nobel-Radtke ein. Da am nächsten Tag zum Glück keine Berufsschule ist, können alle fünf den freien Tag beim Biken in Ascheffel verbringen. Nobel-Radtke, der ewige Lehrling Werner Rehnolt sowie Sven Hüpenbecker entscheiden sich für einen Start im BC-Elite-Rennen. Gleich von Anfang an geht es auf dem welligen und windanfälligen Kurs beinhart zur Sache, wobei vor allen Dingen der Start-Ziel-Berg vom 120-Mann-Feld in einem ordentlichen Tempo genommen wird. Michi Günzelsen am Straßenrand in Top-Form. Im Gegensatz zu Werner und Nobel-Radtke, bei denen es ordentlich kesselt in die Beine. Nach super schnellen 100 Kilometern fährt Hüpenbecker dann auf einen hervorragenden 16ten Platz.

Die Drei von der Waldschlösschenbrücke

IMG 20150317 094420Kurz vor dem Saisonstart wollen wir es nicht verpassen 3 weitere Neuzugänge im blau-weißen Trikot bekannt zu geben. Alle drei Fahrer konnten wir beim Mittwochstrainingstreff (ab April geht es wieder los) an der Waldschlösschenbrücke für unser Team gewinnen und zur Vertragsunterzeichnung veranlassen.

Hoch motiviert bereiten die drei sich seit Monaten auf Ihre erste Saison vor und holen gerade ihren letzten Schliff im gemeinsamen Trainingslager der Picardellics auf Mallorca.

Tilo wird es wohl den Bergflöhen im Fahrerfeld nicht all zu leicht machen und bei Attacken am Berg ein Wörtchen mitreden.

Stefan wird seine ganze Athletik im Männerfeld ausspielen und die Renner unterstützen, wenn es heißt, Lücken zu schließen und das Tempo hoch zuhalten.

Jörg, der Routinier, möchte zur Stelle sein, wenn Kraft und Windschatten gefragt sind und mit seinen Erfahrungen aus seiner Zeit als Jugendfahrer die eine oder andere Brise Taktik im Rennen einfließen lassen.

Rund ums Muldental aus Trainersicht

Rund ums Muldental Eric zeigt Chips

Sonntag, 9.00 Uhr. Dresden erwacht, dem trüben Wetter angepasst entsprechend zögerlich, unwillig und träge.
Lediglich an einem kleinen Parkplatz im Osten der Stadt herrscht reges Leben, ja pulsiert das Leben, das Radfahrerleben. Am Haltepunkt Cotta treffen sich die Picardellics zur gemeinsamen Anfahrt zu einem weiteren Rennen der gefürchteten Kategorie „Jedermann“. Eine gewisse Jugendlichkeit, Spritzigkeit ist für die Teilnahme an solchem sportlichen Ereignis unbedingte Voraussetzung, ist doch meist nach einer Stunde alles vorbei.

Nachlese - Wehlener Bergradrennen

Wehlener BergradrennenAm Sonntag stand das Wehlener Bergradrennen im Kalender. Nach Ponickau fällt das Aufstehen schwer. Meine Motivation hält sich in Grenzen, da die Wettervorhersage nichts Gutes ahnen lässt. Nach dem Weckergeklingel höre ich ein Rauschen im Garten, was nichts gutes bedeutet. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt. Meine Männer wollen nicht mehr Rad fahren und ziehen sich nochmal die Decke über den Kopf und verweigern das Anfeuern. Also spring ich allein ins Auto und düse zum Start, während meine Teamkollegin immer noch ihre Beine sucht... Immerhin hat es aufgehört zu regnen und es hat sich noch der ein oder andere Radsportverirrte verrückt. Mein Fahrrad glänzt (danke Matthias Held), die Schuhe sind allerdings nicht trocken. Diesmal gibt es in Wehlen kein Bergzeitfahren sondern eine hübsche Gegenverkehrrunde Richtung Mockethal.

Der Ponickaukönig

9. Ponickauer Dreiecksrennen

Wer reitet so schnell durch die brandenburgische Suppe?
Es sind Michi und Christian in der Spitzengruppe.
Michi im Regentrikot zieht am Horn ohne Erbarm,
Niemand erkennt ihn, und es hält ihn warm.

 

9. Ponickauer Dreiecksrennen„Mensch Christian, was birgst du so bang dein Gesicht?“
„Siehst du denn das Feld hinter uns nicht?
Das Feld, dessen wir uns erwehren sollen.“
„Christian, bin mir nicht sicher, ob die überhaupt wollen.“

 

9. Ponickauer Dreiecksrennen„Du liebes Kind, die zwei Sprints nehmen wir mit,
danach können sie kommen, bin eh nicht mehr fit.“
Die Gruppe wird gestellt, und keiner kriegt‘s mit,
dieses Regentrikot, das ist wirklich der Hit.

 

9. Ponickauer Dreiecksrennen

Oh Kinder, liebe Kinder, und sehet ihr nicht,
der Hirsch prescht da aus dem Dickicht.
Seid ruhig, bleibt ruhig, der Stefan ist dabei,
mit dem Graff sinds jetzt schon drei.

Kurz vor Ponickau, spielen mit den großen Jungs

Rund um DoelzigEin Kriterium am Freitagabend gibt es nicht allzu oft im sächsischen Rennkalender. Grund genug Ludwig ins Auto zu laden um mal zu schauen, wie schnell bzw. schwer so ein KT/A/B/C Rennen in Dölzig ist. Trotz ausreichend geplanten Buffer wurde es kurz vor Start ziemlich hektisch- ein umgekipppter LKW auf der A9 war wohl für das Verkehrschaos und damit den Staus rund ums Schkeuditzer Kreuz verantwortlich.
Aber gut, Nummer ist dran, die Beine sind auch ein wenig erwärmt, der Nieselregen ist quasi nicht vorhanden, es kann also los gehen. An der Startlinie traut der Sprecher seinen Augen nicht, das Feld ist quasi Magenta. Nein , nicht die Telekom sondern die schnellen Jungs vom Team Ur-Krostitzer-Giant sind fast komplett vertreten, dazwischen mogelt sich ein bisschen Lila vom Team Isaac. Doch wo ist das Blau-Gelb von der Post?

C-Kriterium Berlin-Kreuzberg

RadkreuzAm Sonntag machten sich Michi und Ludwig auf ins Paralleluniversum nach Berlin. Warmfahren auf der Sonnenallee – immer ein Erlebnis. Von nicht-pöbelnden Taxifahrern über die Doppelbelegung von Rechtsabbiegerspuren mit Parkplätzen bis hin zu schwer mit Gittern geschützten Minnas, die zu banalen Allerweltseinsätzen erscheinen ist hier alles drin. Wenn das Rennen so hart wird wie die Sitten hier anders sind, dann Prost.

Und es ist ziemlich anders, solch ein Kopfsteinpflaster in ein Kriterium einzubauen. Vor Cottbus müssen sich Michi und Ludwig jedenfalls nicht mehr fürchten. Positiv zu erwähnen sei der Asphalt zwischen den Kopfsteinpflasterpassagen, der war normal.
Startschuss – es geht los. Das ist auch wie woanders. Etwas außerhalb der Norm allerdings dieses Zucken in den Berliner Waden, wenn das Tempo mal wieder deutlich auf unter 45 km/h fällt. Diese „Grüne Welle bei 50 km/h“-Schilder, die ein Berliner so im Training beachten muss, zeigen hier verheerende Wirkung. Aber wegen so etwas ist man ja schließlich angereist.
Verheerend sind ebenfalls Defekte. Es gibt nämlich keine Rundenvergütung – Ludwig schnappt sich trotzdem Michis Ersatzlaufrad und steigt wieder ein. Warum auch nicht: Bei 50 Runden jede zweite Runde Wertung ist ja auch ein Spektakel, dass man sich gern aus der Nähe anguckt. Maximalpunktzahl damit bei sage und schreibe 24x5 + 10 = 130 Punkte. Das ist grundsolide anders als im Rest der Welt. Aber geil war’s.

Struppener Dreieck 2014

Struppener DreieckSonntagmittag trafen sich fünf Picardellics inklusive Kids und Babysitter, um die schön profilierte Strecke in und um Struppen bei Sonnenschein und reichlich Wind zu bezwingen.

Die „alten Häsinnen“ Grit und Sandra starteten bereits zum siebenten Mal und gingen entsprechend relaxet an den Start. Bis zur letzten Minute versuchte Tomas R. sich zu motivieren, das Rennen trotz verbogenen Schaltauges, d.h. ohne Schaltung, zu absolvieren. Er musste schließlich dem eindringlichen Abraten stattgeben, dass ein Start in Struppen ohne Schaltung ungefähr so ist wie Hefeteig zubereiten ohne Hefe. So kullerte er unverrichteter Dinge wieder gen DD.

Ein Wochenende voller Adrenalin

Bergzeitfahren in Hinterhermsdorf

Škoda Velorace in Dresden

Hinterhermsdorf

Samstag, den 09.08.2014:
Mit dem 8. von 9 Lausitzcuprennen begann unser sportliches Wochenende in Hinterhermsdorf. Aufgrund von Bauarbeiten in Saupsdorf musste der Veranstalter eine Alternativstrecke finden. Mit dem liebevollen Arbeitsnamen „Variante 2“ hatte er diese gefunden. Beim Abfahren mit dem Auto bzw. beim Warmfahren mit dem Rad waren wir nicht unbedingt überzeugt von der Streckenwahl, doch im Nachhinein war es doch gar nicht so schlimm. Vielleicht ein wenig technischer, doch dafür landschaftlich wesentlich reizvoller, ein kleines wunderbares Seitental (Räumicht) zwischen Hinterhermsdorf und Saupsdorf mussten wir nun dreimal kreuzen. Das hieß ebenfalls dreimal die Serpentinen hinauf und damit insgesamt 15 Kilometer anspruchsvolles Bergzeitfahren. 

Kurz vorm Einfahren gab es noch einen heftigen Platzregen, der sich zum Glück schnell verzog und jeder sich seiner individuellen Erwärmung hingeben konnte. Punkt 17:01 ging der erste Starter auf die Strecke und im 30 Sekunden Rhythmus alle anderen 100 Starter. 1/10 des Starterfeldes stellten wir selbst und schön verteilt nach Nachnamen begann der Kampf gegen die Uhr ganz unterschiedlich.

Wechselbad der Gefühle!

Engadin 2014Es ist Samstag 11:45Uhr, die Temperatur ca. 10°C auf über 2000m ü. NN. Sandra, Matze und ich befinden uns im Anstieg zum 6. höchsten Pass der Schweiz und der Blick auf den gut 4000m hohen Piz Bernina samt Gletscher ist atemberaubend, das Geräusch an Matze's Vorderrad dagegen ohrenbetäubend. Hier oben, beim Warm-Up zum 9. Engadinder Radmarathon, ohne Werkzeug oder Klebeband, muss ein Stück Unterholz vom Straßenrand helfen... Es half, auf der anschließenden Abfahrt zurück zum morgigen Start-Zielort Zernez, dem Tor zum Schweizer Nationalpark, nur das sanfte summen der Laufräder.

Angestachelt von den Erlebnissen der vergangenen Jahre hatte jeder von uns ganz unterschiedliche Ambitionen für den kommenden Sonntag. Sandra hatte mit den Abfahrten vom Forcola di Livigno und Bernina noch eine Rechnung offen um ihre Gesamtzeit folglich zu verbessern. Matze peilte nach 6:33h eine Zeit von unter 6:30h, natürlich auf der langen Strecke über 211km und reichlich 4000Hm an. Ich dagegen, wollte das verlockende Ziel der Kurzstrecke bei der ersten Durchfahrt in Zernez rechts liegen lassen und mich wieder links dem Flüela sowie Albula stellen.

Zur idealen Vorbereitung und Zielerreichung war die Unterkunft clever gesucht, die Anfahrt aus dem Hotelzimmer mit unter 30sek zum 1. bzw. 2. Startblock so kurz wie nie zuvor. Ein ausgiebiges Warmfahren sieht zwar anders aus, in anbetracht des frühmorgendlichen Regens bei einstelligen Temperaturen und der kommenden Hindernisse aber liegt die Würze bekanntlich in der Kürze... Der erste Anstieg zum Tunnel nach Livigno sollte genug Aufwärmmöglichkeiten bieten!

La Marmotte 2014

2014 La MarmotteFreitag, 4.Juli 2014. Ich sitze in einem kleinen Appartement im französischen Département Hautes-Alpes. Die 30qm teile ich mit drei belgischen Freunden sowie unseren zweirädrigen Untersätzen. Im TV köpft Hummels die deutsche Nationalmannschaft ins vermeintlich schwere Halbfinal gegen Kolumbien oder Brasilien. Große Stimmung will bei mir fußballbegeistertem Zeitgenossen nicht aufkommen. Müde von Arbeitswoche, langer Anfahrt und Pastaschlacht surfen wir uns noch durch diverse Wetterberichte. Draußen blitzt und donnert es, der Regen prasselt aufs Dach. Die Transalp erprobten Flamen sind dagegen guten Mutes, „wir sind hier richtig“, noch nie haben sie die Alpen mit Sonne gesehen. Startnummern mit dem Titel „Marmotte“ heften wir an die Räder. Wir verhalten sich wohl die echten Murmeltiere bei Aussicht auf Regen und baldige Anstrengung? Sa 5.Juli 2014. Das aus heutiger Sicht sicherlich als überbewertet einzustufende Tagesziel steht; 18Uhr müssen wir irgendwo vor einem Fernseher sitzen, Belgien wird gegen Argentiniern um den Einzug ins Semifinale spielen. Idealerweise sehen wir das im Rennrad-Mekka Alpe d`Huez. Vorher stehen noch der Col de Glandon zum Frühstück, sowie Télégraph und Galibier zu Mittag und Dessert auf dem Speiseplan. Nach gemütlichem Morgen stehen wir auf feuchtem Asphalt und der ein oder anderen glitschigen escargot. Die Startlinie ist weit weg. Keine Helikopter, keine Musik. Es riecht weder nach Croissants noch nach Café au lait – nur grüne Hecken und jede Menge flämisch und niederländisch sprechende Menschen auf ihren Rädern. Hin- und wieder ein Spanier. Kein Deutscher. Sicher haben die Teutonen noch gestern ihre „Handtücher“ an der Startlinie ausgebreitet und starten ca. 6000 Plätze weiter vorn als wir. Erstaunlicherweise sind die Temperaturen hoch und es sieht aus als würden Wolken und Nebel komplett aufreißen.

Die längste Achterbahn der Lausitz

Rund um die Landeskrone 2014Wie jedes Jahr steht um diese Zeit im Lausitzcup der Klassiker „Rund um die Landeskrone“ an. 51 anspruchsvolle Kilometer verteilt auf drei Runden gilt es zu meistern. Mit dabei wieder alle. Alle, die schnell sind. Und alle, die Ambitionen haben. Schwere Jungs für schwere Beine. Wird ein schwerer Nachmittag.

Klärchen meint es gut und versorgt die 13 angetretenen Picardellics mit reichlich Energie, zumindest oberflächlich. Noch vor dem Start ein erstes Aufatmen im Jedermannfeld: Bei Durchfahrt des Feldes der Senioren-DM sind einige bekannte Gesichter zu erkennen. Ok, die fahren schon mal nicht bei uns mit.
Kommissär mit Pfeife gibt Countdown, und schon geht’s los. Stefan hält bereits nach den ersten Metern nichts mehr im Feld und er setzt sich ab. Allein. Na mal schauen. Ob sich jemand überwindet vorzufahren? Nö, nicht mittags um eins. Bei der Hitze. Der Biorhythmus im Feld scheint noch in Ordnung. Stefan lässt sich also zurückfallen. Und offensichtlich klingelt just in dem Moment in irgendeinem BikeTech-Trikot der Handy-Wecker. Alles aufstehen! Niente siesta! Hoffentlich stellt sich im Nachhinein nicht raus, dass es einfach nur Oma Trude war, die im falschen Moment mal wissen wollte, wie es ihrem Enkel geht. Egal. Zu spät. Der Schaden ist angerichtet. Alle sind wach. Es wird schnell. Das Feld teilt sich, während Christian leider von einem etwas schlaftrunkenen Fahrer nach gerade aus geschickt wird. Dumm, wenn der Rest rechts abbiegt. Es wird schneller und schneller. Michi und Ludwig müssen ihrer Arbeit im vorderen Teil des Feldes Tribut zollen und nicken wieder weg. Hochkonzentriert hingegen Sven und Martin im Feld. Am letzten Anstieg attackiert Martin L. und verschärft damit das Tempo. Schlusssprint. Wohl aus Jux und Tollerei schon an der 1000m-Marke voll im Gange. Sven wird dabei 14ter.

Dekra-Testoval

KlettwitzDer Pfingstsonntag zeigte sich heiß und sonnig. Im Kalender standen Einzel- und Paarzeitfahren und das Abendrennen im Rahmen des Lausitzcups mit mehr und weniger Beteiligung der Picardellics.

Am Start beim EZF stehen Matthias und ich. Hier glänzt sehr viel teures Material in der Sonne, da sind wir mit unseren Normalo-Umbaurädern wohl nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Wir dürfen trotzdem starten und uns auf dem abwechslungsreichen Kurs erfreuen. Das Testoval bietet glatten Asphalt, lange Geraden, bissel Wind und Sonne. Nach bereits einer Runde finde ich die Sitzposition ungünstig. Meine Arme fühlen sich komisch an, ein paar Testfahrten mehr wären sicherlich gut gewesen. Nach Runde 2 habe ich kein Lust mehr, motiviere mich aber noch zur Runde 3 und erreiche eine für mich recht zufriedenstellende Zeit. Die vor mir gestartete Sam Sandten ist völlig außer Sichtweite. Matthias dröhnt etwas später über den Kurs. Das Ergebnis: Platz 3 (1AK) für mich und Platz 13 (3AK) für Matthias. Grandios die Leistung der ersten Frau Adelheid – die hatte scheinbar einen Turbo in ihrer Superrennmaschine versteckt. Ich habe den Schalter an meinem Rad leider nicht gefunden. Adelheids Kommerntar zu Gesamtklassment Platz 9: Was? Nur Platz 9?
Beim Paarzeitfahren zogen Michi mit Katja ihre Runden. Durch eine tolle Teamleistung erreichten Sie Platz 6 der Wertung.
Nun hieß es warten warten und warten bis 1900. Zwischenzeitlich schossen die Skater über die Bahn während wir uns in der Sonne laaaaangweilten. Kein Schatten auf der Wiese, der Eisautomat streikt bei der Hitze. Neidisch schauen wir zu den Görlitzern, die statt Müsliriegel vorm Rennen Bratwürstchen futtern. Nach eeeendloooos laaanger Zeit tauchen weitere Teammitstreiter auf und wir beginnen uns zu bewegen. Warm fahren ist nicht wirklich nötig aber eine Streckenbesichtigung bleibt bei dieser Komplexität nicht aus. Gestartet wird in 2 Haufen. Frauen und Ü50 und der wilde Rest.

Rennen fahren wo andere Urlaub machen

Scan Haus MarlowZwischen Vogelpark und Bernsteinstadt fand am Wochenende der 11. ScanHausCup Marlow statt. Mit dabei das nahezu komplette Raceteam der Picardellics. Am Sonnabend nach einer Einrollrunde an die Ostsee bei bestem Wetter war 16.30 Uhr der Start zum Bergkriterium. Wer meint man könne im Norden keine Berge fahren, wurde hier eines besseren belehrt. Innerhalb von 25 Runden sammelten wir hier knapp 600 Höhenmeter. Von Begin an zügig konnte sich Michi in der dritten Runde eine Prämie sichern, bis sich Zoltan (RK Endspurt 09 Cottbus) auf und davon machte. In der Verfolgergruppe tummelten sich Stefan, Sven, Martin und Michi. Da die Führenden uneinholbar vorne lagen, ging es hier um einen eventuellen dritten Platz und darum sich in der schrumpfenden Gruppe zu behaupten. Am Ende schaffte es Stefan auf  Platz 6. Alle anderen Picardellics platzierten sich und blieben sturzfrei. Nach dem obligatorischen Ausfahren hatten wir einen gemütlichen Abend mit allen Fahren und mitgereisten Frauen und Kindern.

Tour de Kiebitz

handgemalte Startnummer 07:00 Uhr der Wecker klingelt, die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die noch kalte Luft.
08:00 Uhr Frühstück abgeschlossen, Vorbereitungen für die kommende Ausfahrt beginnen, Luft überprüfen, Sonnencreme auftragen, Trikottaschen mit dem Nötigsten für den Tag füllen.
08:20 Uhr jetzt wäre eigentlich Abfahrt gewesen, doch zu meiner Verwunderung stelle ich fest es fehlen Trinkflaschen im Flaschenhalter, also nochmal kurz zurück und Flaschen geholt.
08:33 Uhr erreiche ich den Bahnhof Dresden-Neustadt und hoffe Stefan ist nicht sauer das ich zu spät bin, doch ich bin erster und mein Begleiter für den restlichen Sonntag kommt weniger Sekunden später zum Treffpunkt.
11:00 Uhr nach gut 64km erreichen wir nach einer ruhigen Fahrt durch das Elbtal und die Lommatzscher Pflege den Ortsteil Kiebitz und werden herzlich von den Mädels der Anmeldung empfangen.
11:30 Uhr Rennbereitschaft ist hergestellt, wir schmunzeln und freuen uns über die Individualität der Startnummern - handgemalt, der im Dorf aufgehangen Wimpeln und Banner und Plakate - handgemalt.

Große Sause im Rossauer Wald

MZF RossauFür 7 Picardellics hieß es am vergangenen Samstag still sitzen und Augen gerade aus. Beim 4er Mannschaftszeitfahren über 100 Kilometer standen wir mit 2 Teams am Start und es galt, die Runde im Rossauer Wald 18 mal zu überwinden. Das A-Team ging im ersten Startblock um 10Uhr morgens auf die Strecke. Henry, der kurzfristig für den erkrankten Jan eingesprungen war, komplettierte den ersten 4er und obwohl es zuvor lediglich 2 Einfahrrunden lang möglich war, sich aufeinander einzustellen, funktionierte das Team mit Michi, den beiden Martins und Henry harmonisch. Auch wenn der kurz nach uns gestartete Jenatec-4er schon nach wenigen Runden an uns vorbeizog, hieß es doch, die Kräfte einzuteilen und nicht zu überziehen. So konnten wir mit dem Zwischenstand von Platz 3 des Startblocks 1 zufrieden sein; am Ende war es dann Platz 7 von insgesamt 16 gestarteten Mannschaften für das A-Team.

MZF RossauIm zweiten Block um 13 Uhr folgte das B-Team. Neumi, Matze, Sven und Stefan gingen das Rennen zügig an und die einstudierten Wechsel klappten prima. In der idyllischen Naturlandschaft gab es einiges an Tieren und Pflanzen zu entdecken, so daß die Zeit im Windschatten nicht zu lang wurde. Nach 10 Runden war Neumi aber wohl etwas zu sehr in den Bann aus Gräsern und Kräutern gezogen und verlor kurzzeitig die Ideallinie um sich eine Brennesselkur zu verpassen.

10. Oberguriger Straßenrennen

Oberguriger StraßenrennenIm Süden Deutschlands hat die sogenannte Waldspeck-Bewegung in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Teil dieser Bewegung sind Menschen, die gern im Wald in geselliger Runde Speck grillen. Klingt komisch, führt aber in Baden-Württemberg zur Bildung vieler Waldspeck e.V., was noch viel komischer klingt.

Der gastfreundliche Oberlausitzer ist ebenfalls kein Kostverächter. Von Haus aus ein Fuchs, kombiniert er leckeres Essen mit körperlicher Ertüchtigung, um nicht so ausladend zu wirken. Da Speck jedoch etwas für Arme ist, liegt das Hauptaugenmerk auf wahren Delikatessen. Schnell war dem Oberländer klar, dass da nur das edle Gewürz Senf die Bedürfnisse des anspruchsvollen Oberlausitzer Gaumens befriedigen konnte. Und die Rennsenf-Bewegung war geboren.

Am vergangenen Sonntag lud nun die 1. Renn-Senf-Vereinigung Bautzen nach Obergurig zum gemeinsamen Schlemmen. Nach dem Austausch von Rezepten zu Senfcremesuppe oder Senfeiern mit Abernmauke sowie dem illegalen Verkauf von Senf formte diesen Körper-T-Shirts kam es wie es kommen musste: Das friedliche Kochtreffen eskalierte in einem Radrennen.

Auf den Spuren von Täve

66. HarzrundfahrtAm gestrigen Sonntag hieß es für Stefan, Sven und mich wir fahren in den Harz. Genauer gesagt ging es zu einem Radklassiker, der 66. HARZRUNDFAHRT.

Auf dem Weg dahin konnten wir schon das Schauspiel aus Wolken, Wind, Sonne und leider auch Regen wahrnehmen, doch waren wir gute Dinge trocken zu bleiben.
Am Start versammelten sich rund 150 Starter aus der B/C Klasse um sich der Herausforderung von 125 km und mehr als 1500 Hm anzunehmen. Nach einem neutralisierten Start ging es von 0 auf 50km/h die ersten 34 Kilometer recht flott bei viel Wind von vorn und der Seite bis zum ersten 4km langen Anstieg. Wenn es nicht schon geschehen war trennte sich jetzt hier der Spreu vom Weizen. So auch wir. Stefan fand es sehr angenehm ganz vorn mit zu fahren, Sven sah zu nicht aus dem zweiten Verfolgerfeld zu fallen und ich selbst kümmerte mich ganz hinten darum, den Anschluss an die letzte Gruppe nicht zu verlieren. An dieser Konstellation sollte sich bis zum Schluss nicht mehr viel ändern. Der aufkommende Regen und teilweise Hagel machte die ganze Sache nur etwas feuchter, aber leider nicht einfacher.

Ardennenwoche findet würdigen Abschluss

Kamenzer BlütenlaufAn der Mur de Kamenz fand, wie schon in den letzten Jahren, die sogenannte Ardennenwoche ihren Abschluss. Die ironischerweise zweiwöchige Klassikerperiode umfasst neben dem Flèche wallonne, dem Amstel Gold Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich auch den Lausitzer Blütenlauf.

Leider wird letztgenanntes Rennen häufig etwas stiefmütterlich behandelt. Den Wenigsten dürfte bewusst sein, das weder der Tripel-Sieger von 2011, Philippe Gilbert, noch der große Eddy Merckx, jemals das sogenannte Quadrupel geschafft haben, nämlich Siege in allen vier Rennen.

Das zeigt das enorme Niveau des Lausitzer Blütenlaufes. Selbst die in den Ardennen in dieser Saison schon siegreichen Simon Gerrans oder Alejandro Valverde konnten heute keinerlei Akzente setzen.

Stattdessen kamen andere Rennfahrer zum Zuge. Die Picardellics zeigten sich dabei, dem Wetter angepasst, von einer durchwachsenen Seite.

Auftakt zum Elbe-Labe-Cup

Jonsdorfer ReiserKurz hinter der Grenze hieß es in Hrensko den Johnsdorfer Reißer in einem 2,8 km-langen Bergzeitfahren zu bezwingen. Drei Picardellics reisten in den frühen Morgenstunden an. Die sportbegeisterten Tschechen waren schon in regen Treiben, es den Startern so angenehm wie möglich zu gestalten.

Startunterlagen bekam man nach erster Befahrung der Zeitfahrstrecke oben auf dem Berg sofort ausgehändigt. Zur Bezahlung musste man sich jedoch in einer langen Reihe in Geduld üben.

Speed im Spreewald

Nachdem die jüngeren Kader ihren ersten Start der Saison schon vor einer Woche hatten, zogen die Masters am vergangenen Wochenende nach. Insgesamt gleich vier Teiletappen an drei Tagen waren dort für Frank, Dirk und mich beim 10. Spreewaldmasters zu fahren. 

SpreewaldmastersDie deutschlandweite Masters-Elite der Senioren 2 und 3 gibt sich dort alljährlich die Ehre; ein entsprechend hohes Niveau durfte man erwarten. Außerdem waren auch einige polnische und tschechische Fahrer sowie Bundesligafahrerinnen am Start. Der letzte radtrainingsfreundliche Winter tat ein übriges für hohe Geschwindigkeiten, und so war für uns das realistische Ziel damit abgesteckt, keine Sterne vom Himmel holen zu wollen, sondern im Feld zu bestehen und dabei die eigene Form zu testen.

Nach der Saison ist vor der Saison

Soli siegt erneut beim Einzelzeitfahren in Märkisch Buchholz.

Bei strahlendem Herbstwetter kann Soli ihren Erfolg aus dem Frühjahr bestätigen. Noch dazu mit angepeilter Bestzeit von 15:54 min. auf anspruchsvollen 10,6 märkischen Kilometern. Nun heißt es erstmal Beine hoch - wobei... Ruft da nicht das MTB aus der hinteren Ecke...?

Die Picardellics wünschen allen Fahrern einen goldenen Herbst auf mehr oder weniger dicken Reifen.