Rennwochenende in Südbaden mit Aufstieg in B-Klasse

Geschrieben von Anton am .

Rheinfelden An einem heißen Sommerwochenende fuhr ich zu meinen Eltern nach Lörrach ins schöne Markgräflerland. Anlass waren neben dem Familienbesuch drei Kriterien in der Region.
Am Freitag Abend ging es los in Wyhl am Kaiserstuhl, ca. 60 km, offen für alle Rennklassen. Gegen das starke Team Belle, das hier sein Heimrennen hatte, ein paar Fahrern von ETW und anderen Teams, war ich in den Positionskämpfen oft machtlos. So wurde auf dem einfachen Kurs ein konstant hohes Tempo gefahren und Attacken konnte ich nur wenige mitgehen. So verpasste ich die vierköpfige Spitzengruppe, die das Rennen unter sich ausmachte. Durch einen achten Platz im Endspurt konnte ich noch auf Platz 14 kommen und war damit zweitbester C-Fahrer. Das gewonnene Gemüse vom Bauer um die Ecke landete später dann bei der gücklicher Mama im Kochtopf.

Bessere Chancen auf den Sieg machte ich mir am nächsten Tag in Rheinfelden aus. Das Innenstadtkriterium bot den ganzen Tag lang Rennen für beinahe alle Klassen an; so auch ein reines 50 Runden a 60 km C-Rennen. Eine gute Platzierung sollte auf jeden Fall drin sein und ein Sieg würde den Aufstieg in die B-Klasse bedeuten. Während den ersten schnell gefahrenen Runden brauchte ich eine Weile bis ich meinen Körper wieder auf Rennmodus gebracht hatte. In einer scharfen Kurve vor einem Prämiensprint stürzte dann auch noch ein Fahrer vor mir. Vor Schreck kam auch ich kurz aus dem Gleichgewicht, doch konnt ich mich irgendwie gerade halten und mir blieb die Fahrt in die Hecke erspart. Die Prämie holte sich dann jemand anderes, aber ich wollte ja eh auf Sieg und damit um die Punkte fahren.
Bis zur ersten Punktewertung nach der zehnten Runde war ich aber wieder voll da und hatte mich von den Startschwierigkeiten erholt. In der letzten Kurve war ich sehr gut an dritter Stelle positioniert und die 100 Meter bis zur Linie zog ich voll durch: Die ersten fünf Punkte waren meine!
IMG 20180716 WA0003Dann wurde immer wieder attackiert und ich versuchte dabei zu sein wo es ging. So gelang nach ein paar Runden lang gezogenem Feld endlich die Flucht zu dritt. Wir waren uns schnell einig und teilten unsere Kräfte fair untereinander auf. So hatten wir stellenweise bis zu 1 min 30 sec Vorsprung. Von den Sprints in der Gruppe konnte ich die meisten für mich entscheiden und noch vor der doppelt gewerteten Schlusswertung lag ich soweit vorne, dass mich nur noch ein Sturz vom Sieg hätte abbringen können. Ich wollte es mir jedoch nicht nehmen lassen als erster durchs Ziel zu fahren und attackierte 500 Meter vor der Linie um in einer anspruchsvollen Kurvenserie einen Vorsprung zu generieren. Ich blickte mich noch einmal um und feierte dann meinen Sieg! Ich hatte es geschafft, vor Papa und Geschwistern den Aufstieg klar zu machen.

Nach einem Bier zu viel am Abend wachte ich morgens mit keinem guten Gefühl auf. Am Sonntag sollte es nochmal zu einem 80 Runden und 60 km langen und bergigen Kriterium nach Ebersbach bei Freiburg gehen. Das Thermometer zeigte über 30° an und die Beine waren dann doch etwas erschöpft von den beiden Vortagen.
IMG 20180716 WA0001Ich kam trotzdem relativ gut in mein erstes Rennen als B-Fahrer und der kurze Anstieg lag mir. Das Feld wurde etwas ausgedünnt aber absetzen konnte sich keiner. Die Sprints um die Punkte waren dominiert von starken Sprintern und deren Teams. Die Hitze und der Anstieg waren eine Kombination, die meine zwei Wasserflaschen schnell leer werden ließen und ich war froh, dass mich Papa mit frischem Wasser versorgte. Ich merkte schnell, dass ein Podiumsplatz sehr schwierig zu erreichen wäre und ich entschied mich dazu, mich auf die Prämien zu konzentrieren, von denen es fast jede fünfte Runde eine gab. Durch einen zweiten Platz in einer Punktewertung holte ich mir noch drei Punkte, die mich am Ende auf Platz acht und damit zur ersten aufstiegsrelevanten Platzierung in der B-Klasse brachten. Am Ende bekam ich ein Fass Bier, zwei Flaschen Wein und etwas Prämiengeld.

Das Wochenende hatte sich auf jeden Fall gelohnt: Neben dem vielen Preisgeld hat es vor allem riesigen Spaß gemacht! Auf Jedermannrennen wird man mich jetzt leider erst mal nicht mehr sehen, in zwei Wochen geht es dann nach Österreich zum nächsten Rennwochenende ;)
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