Seiffen, 23. EBM 2015 – alles hat gepasst.

am .

2015EBM Matze by MH SportsfotoEs ist Mitten in der Nacht als 5 Uhr der Wecker klingelt … doch sogleich setzt die Routine ein: Kaffeekochen, Müsliessen, Flaschenfüllen, Gelabfüllen … Abfahrt nach Seiffen zum 23. EBM.
Viele Kurven später und nach einen kleinen Stopp im Wald parken wir wie jedes Jahr in Seiffen „P2“ gefolgt von: Startunterlagen abholen, noch ein Stopp im Wald und ab zum Warmfahren (das fühlt sich schon ganz gut an).
Fast pünktlich 9:00 beginnt der neutralisierte Start um eine 180° Kurve. Da ist es gut ganz vorn zu stehen im Block „E“ wo sich die üblichen Verdächtigen ein Stelldichein geben. Ich schaue mich vorsichtig nach den Roten Nummer (=70km-Strecke) um. Mein Ziel ist klar diese Jahr: die AK Masters II will ich gewinnen … und ein Treppchenplatz der Gesamtwertung will ich auch.
Die Einführungsrunde überlebe ich inklusive Alp de Wettin ganz gut und kann zu meiner Freude mit der ersten Gruppe ins Gelände einbiegen. Schnell sortiert man sich nach den ersten ruppigen Passagen in eine Reihe und Sebastian Stark und Christian Kreuchler machen gutes Tempo. Keine Ahnung wer noch in der Gruppe fährt – ich halte den Blick einfach nach vorn. Hoppla - finde ich mich an Pos. 3 wieder und die Beine gehen wie von alleine. Jetzt kommen die schönen Passagen der ersten Rundenhälfte, also übernehme ich für das nächste Stück mal die Pace. Der Hinterbau macht seine Arbeit gewohnt zuverlässig, ich guten Vortrieb und der Puls klettert noch höher. Das Risiko ist dasselbe wie immer – wenn´s klappt wird die Gruppe jetzt kleiner, wenn´s schiefgeht parke ich irgendwann ein.
An einem der am nächsten Anstieg reicht es CK. Er drückt mächtig aufs Gas und FK und PH sowie ein 40er-Fahrer, ein Staffelfahrer und ein weiterer 100er-Fahrer folgen. Ich finde schnell meinen eigenen Rhythmus und so geht es fluffig voran. Und hinter mir ist … keiner mehr. In der 2. Rundenhälfte warten zwei neue Streckenabschnitte deren Erster aus einer Abfahrt besteht bei der Flugerfahrungen hilfreich sind (da ist doch die Gruppe vor mir wieder in Sicht) … doch Überraschung, tauchen plötzlich mehrere bereits abgehangen Fahrer vor mir auf die „keine Ahnung … irgendwie Verfahren“ und „man wolle jetzt auf die ehemaligen Begleiter warten“ ihr Erscheinen kommentieren.
2015EBM Sandra by MH SportsfotoDer 2. neue Streckenabschnitt führt an einer malerisch gelegenen Kapelle vorbei zu einem Anstieg der sich durch eine recht brauchbare, wenn auch kurze Steigung auszeichnet (die Streckenbesichtigung erwiest sich doch als vorteilhaft).
Weiter geht es vorbei an der Motocross-Strecke, Schnippsgummie-Einsammel-Stelle zum Skihang und hier gibt es doch tatsächlich wieder die nette steile Abkürzung zum Chickenway. Also rein in den Haufen aus Wurzeln und Wackersteinen und Fully sei Dank geht’s gut. Der nächste Abschnitt läuft nur die Kurven sind schon wieder enger geworden.
Über Alp de Wettin geht’s mit vollen Flasche in die 2. Runde. Inzwischen habe ich einen Begleiter. Es ist der von vorn zurückgefallen 4ten 100er-Fahrer, der hat mächtig Druck, wir wechseln uns einige Male ab und so es geht ordentlich vorwärts. Er vergewissert sich dann nochmal, dass ich auch wirklich nach 2 Runden ins Ziel fahre was wohl im Klartext bedeutet: „Du fährst vorn“. Irgendwann ist er nicht mehr hinter mir.
Der Abstand nach vorn ist jetzt recht konstant bei ca. 1min – das läuft ja ganz gut. Kleiner Schreckmoment als vor Halbzeit der 2. Runde im Wald ein roter Punkt auftaucht der wenig später an mir vorbeidonnert … aha – ein Staffelfahrer.
Sonst ist niemand zu sehen aber die ersten Überrundungen stehen nun an und erfordern etwas mehr Einsatz von Stimme und Fahrwerk. Die Teilnehmer erweisen sich aber wie stets als sehr kooperativ. 2015EBM TomTom by MH SportsfotoJetzt heißt es auf der 2. Hälfte der 2. Runde das Tempo möglichst hoch zu halten und defekt- und fehlerfrei durchzukommen – beides gelingt dank verbesserter Streckenkenntnis und etwas defensiverer Fahrweise in Kurven und Steilabfahrten. Ich kann noch immer keinen Fahrer hinter mir entdecken … aber man weiß ja nie … also weiter drauftreten.
Der Sprecher am Alp de Wettin, schafft es zwar irgendwann meine Startnummer zu lesen und als ich oben bin sogar meinen Namen zu finden. Geistesgegenwärtig stellt er noch die Vermutung auf, ich könne der 1. der 70er sein. Kurz darauf im Ziel werde ich wieder auf die Runde geschickt: „du musst noch eine Runde bei 70km“ - ich schau verwirrt und erkläre ich sei der Sieger.

Sandra wir 7. bei den Frauen über 70km
Uwe H. 6. seiner AK über 40km
TomTom, Uwe W. und Thomas H. absolvieren erfolgreich die 40er-Runde

Vielen Dank an Bike24 für Unterstützung (Startplätze)
und Vielen Dank an die vielen Helfer an der Strecke.
0
0
0
s2smodern
powered by social2s