7. Ponickauer Dreiecksrennen

Geschrieben von ludwig am .

Hier die Bilder zum Rennen.

ImageAm letzten Sonntag stand der Radsportler vor einer schwierigen Entscheidung. Vuelta a Espagna oder doch lieber die deutsche U23-Meisterschaft? Lohnt sich ein Städtetrip nach Montréal oder gilt es, einen Herren Cavendish bei der Tour of Britain herauszufordern? 
 

Sicherlich, für die Großen der Szene eine knifflige Frage. Die Bescheidenen unter uns hingegen quälte etwas ganz Anderes:

Was kostet eigentlich die Lausitz?


ImageImageAllerdings sind bei der Beantwortung dieser Frage weder ein dickes Säckel auf der Bank noch ein Beherrschen sorbischer Zeremonien gefordert. Vielmehr geht es um das Überwinden der inneren Schweinekuh samt ihrer Laktatproduktion.

Und genau dies sollte während des letzten Laufes des Lausitzcups in Ponickau getan werden.

Wer nun vermutete, dass die Konkurrenz aufgrund des großen Angebotes an parallel stattfindenden Radrennen relativ schwach sein sollte, sah sich schnell eines anderen belehrt. Denn es waren wieder einmal alle da: Von Bikekult über Univega, Post Görlitz, Team BikeTech 24, RK Endspurt bis hin zu den Picardellics, welche als Veranstalter natürlich statt des Renngeschehens auch immer die Kuchen- und Kaffeetheke im Blick haben mussten.

Matze als Rennleiter war da natürlich besonders gefordert. Die ersten Runden lang versperrte allerdings ein großes Feld seinen Blick auf wichtige Stellen wie die bereits erwähnte Kuchentheke, das Kinderrennen oder die vielen nötigen Straßensperren. Was liegt also näher, als sich aus dem Staub zu machen und mit 30 Sekunden vorm Feld in aller Ruhe alles zu inspizieren.

Olaf, was macht die verärgerte Autofahrerin?

Anja, wie viele Fahrer sind denn nun gemeldet?

Hallo Führungsfahrzeug, wie werden die Fotos?

Da Bikekult und einige andere natürlich von Haus aus neugierig sind, wurde Matze zwei, drei Runden später wieder eingeholt, um Bericht zu erstatten.

Doch wie aus dem Nichts kommt Holger:

ImageImageWieso fehlt bei dem Apfelkuchen ein Stück und Anne kaut so zufrieden?

Matze sofort wieder los, nach kurzer Zeit dann erneut Berichterstattung im Feld - Entwarnung, alles gut, es ist noch genug für alle da.

Das beruhigt die zehn weiteren Picardellics. Und prompt, nach zugegebener Maßen einer ordentlich Anzahl von Attacken, wird eine Gruppe gehen gelassen. Wieder ist es an Matze mit Hilfe seiner Picardellics-Begleiter den Begriff Rennleitung mit Leben zu erfüllen und zur Spitzengruppe vorzufahren, um das Rennen auch wirklich zu leiten. Im Feld wird es ruhiger, man hat sich gefunden und die Gruppe gewinnt nach und nach an Vorsprung. Wie üblich, wird es dann allerdings hinten raus wieder etwas hektischer, und mehrere Angriffe von Herrn Graff und der Bikekult-Riege werden ausgetragen. Irgendwann wird eine weitere Gruppe mit zwei Berlinern und einem Univega-Fahrer auf zehn, zwanzig Sekunden fahren gelassen. Michi wird im Sprint vom Hauptfeld dann noch dritter, nachdem Stefan durch eine saftige Attacke kurz vor Schluss noch einmal für Spannung gesorgt hatte.

Das Rennen der Männer gewinnt aus der Spitzengruppe heraus Christian Müller (Univega) vor Philipp Schweichler vom Post SV aus Görlitz und Matze.

Wie richtig Rennen gefahren wird, und man aus Mannschaftsstärke etwas macht, zeigten die Picardellics-Frauen, welche nach einem sehr starken Rennen alle drei Podestplätze erobern konnten. Solveig landet dabei vor Sandra und Franzi.

ImageImageDen höchsten Preis für die Lausitz konnten Bikekult zahlen, welche dann u.a. durch Daniel Schaal und Jörn Reuß auch den Zuschlag für die ersten zwei bzw.drei Plätze der U40 und Ü40 der Gesamtwertung erhielten.

In der Frauenklasse siegt insgesamt unsere Franzi vor Uta Schicketanz und Sandra Klotz.

Bei den Ü50 gibt es einen souveränen Sieg im Cup des Cottbusers Klaus-Peter Dreger zu verzeichnen. 

Die Mannschaftswertung holen sich Bikekult vor Cottbus und durch engagierte Fahrweise schnappt Görlitz den Picardellics noch den dritten Platz weg.

Ein schöner Abschluss für den Lausitzcup und noch einmal ein ganz großes Lob an alle Helfer und Sponsoren, ohne die solch ein Rennen nicht zu stemmen gewesen wäre.

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